Rückgrat der deutschen Wirtschaft: Kleine und Mittlere Unternehmen

SERVICE (sh/fi) - In Deutschland gelten Kleine und Mittlere Unternehmen (KMUs) als Rückgrat der Wirtschaft. Und das nicht ohne Grund, immerhin erzeugen sie mehr als die Hälfte des Bruttoinlandprodukts und stellen mehr als 80% der Arbeitsplätze. Sie gelten als flexibel und innovationsfreudig, dadurch sind KMUs gut in der Lage die verschiedensten Kundenwünsche aus aller Welt zu befriedigen.

In Deutschland gibt es mehr als 3,5 Millionen Klein- und Mittelständische Unternehmen. Doch was genau versteht man eigentlich unter einem KMU? Hierbei gibt es genau definierte Grenzen bezüglich der Zahl der Mitarbeiter und der Höhe des Umsatzes. Alle Unternehmen, die weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz von unter 50 Millionen Euro haben, gelten per Definition als KMU. Die Bedeutung der KMUs unterscheidet sich jedoch je nach wirtschaftlicher Branche. Vor allem im Bau- und Gastgewerbe gibt es einen überproportional großen Anteil von KMUs.

Kleine und Mittlere Unternehmen sind besonders bekannt für ein angenehmes Arbeitsklima und gute Aufstiegsmöglichkeiten. Ein entscheidender Unterschied zum Großunternehmen ist, dass Leitung und Eigentum oftmals in einer Hand liegen. Dadurch entsteht ein anderes Verantwortungsbewusstsein. Das Spektrum reicht von traditionellen Familienunternehmen bis hin zum frisch gegründeten Start-Up, sowie über Handwerksbetriebe bis hin zu Dienstleistern und High-Tech Unternehmen jeder Art. Oftmals kooperieren mittelständische Unternehmen mit bekannten Großunternehmen und übernehmen vielfältige Aufgabenbereiche entlang der Wertschöpfungskette. Die KMUs gelten dabei als verlässlich und hochspezialisiert.

Nicht nur national, sondern auch über die Landesgrenzen hinweg ist der deutsche Mittelstand von Bedeutung. Denn etwa 44% der deutschen Unternehmen tragen direkt oder indirekt zum Erfolg der deutschen Volkswirtschaft bei. Auch für kleine Unternehmen lohnt sich das Auslandsgeschäft, durchschnittlich werden 20% des Umsatzes durch ausländische Kunden generiert. So wird beispielsweise die Fröscher GmbH & Co. KG in mittlerweile dritter Generation von Thomas Fröscher geführt. Auch familiengeführte Unternehmen können große Aufträge für sich gewinnen, so hat das Unternehmen, das Objektmöbel herstellt, bereits die EZB in Frankfurt sowie den G8 Gipfel in Heiligendamm ausgestattet mit hochwertigen Möbeln und moderner Medientechnik.

Wie geht es in Deutschland weiter für KMUs?

Die Herausforderungen für KMUs in Deutschland bestehen darin, den Fachkräftemangel zu bewältigen. Um auf Zukunftsmärkten weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Unternehmen Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für sich nutzen. So können Marktnischen gefunden und mögliches Marktpotenzial gut abgeschöpft werden. Das Bundeswirtschaftsministerium setzt an vielen verschiedenen Hebeln an, damit der deutsche Mittelstand auch in Zukunft vital, stark und innovativ bleibt. So sollen die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Beschäftigung der mittelständischen Wirtschaft weiterhin gestärkt werden.
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