Dany Tollemer im Lim. in Fürth

Andreas Rüsing und Dany Tollemer im Lim.
 
Ariane Wimmer - Leiterin des Lim.
Fürth: Limoges Haus | Fürth (li) Der kleine Spatz ist zurück! Dany Tollemer verkörperte in ihrem bezaubernden roten Kleidchen und mit französischem Charme die weltbekannte Chansonsängerin Edith Piaf, die in diesem Jahr 100. Geburtstag gefeiert hätte.

Das Limogeshaus war an diesem Abend nur für Konzertgäste geöffnet, die an den Tischen saßen und Limousin- oder Käseplatte mit Cidre oder Wein genießen konnten. Kurz nach acht Uhr betraten Dany Tollemer und ihr Pianist Andreas Rüsing den Raum und eröffneten das Konzert mit Worten der Liebe (Les mots d'amour, Dumont/Rivgauche). Dany begrüßte die Gäste indem sie durch die Reihen tanzte und sich abschließend auf den Schoß eines Herrn setzte. "Ich muss das machen, wenn ich Edith Piaf Chansons singe. Sie hat die Liebe gelebt, ständig, sie ging von Mann zu Mann, sie hatte viele Unterstützer. Man kann einen Piaf-Abend nicht machen ohne über die Liebe zu singen. Wenn Sie mich nicht wollen, schicken Sie mich einfach weiter!"

Dann stellten sich die beiden Künstler eindrücklich in Kurzfassung vor: "Gestatten, Dany Stimme und Andreas Klavier!"

Bei "Sous le ciel de Paris" zeigte sich Dany betroffen. Zur Zeit sei der Himmel grau über Paris, aber man dürfe hoffen, dass er auch wieder blau wird. Das Chanson selbst erklärte sie so, dass der Himmel eben weint, weil die Touristen auf seiner Lieblingsinsel spazieren gehen können und ihr so nahe sind, wie er ihr niemals sein kann. So ist der Himmel eifersüchtig. Aber er ist auch immer wieder fröhlich und schenkt dann großzügig den Menschen einen Regenbogen.

Es folgte das "Spatzen-Medley": Die Piaf hätte viele Spatzen, eben Liebhaber und Freunde gehabt: Charles Aznavour, Georges Moustaki, Gilbert Becaud, Serge Gasmour und George Brassens - Marlene Dietrich wurde als Freundin eingefügt. Begeistert sang das Publikum "Vor der Kaserne, vor dem großen Tor.... - Lili Marleen" mit.

"On n'est rien de tout" - Es gibt nur eine Moral im Leben "Ohne die Liebe ist man nichts!" (Edith Piaf). "L'accordeoniste" erzählt von dem jungen Mann, der so schön Akkordeon spielte und in den Krieg ziehen musste, in dem er stirbt. So endet das Chanson mit dem Schrei "Arète la music!" - La Javanaise darf nicht mehr weitergetanzt werden.

"Ja, wenn das so ist, dann bringt die Liebe doch nichts!", provozierte Andreas Rüsing um dann im Duett mit Dany die Antwort zu finden: "Aber ohne die Liebe hat man umsonst gelebt!"

"L'hymne à l'amour" wird eingeleitet mit der Erzählung über die große Liebe der Piaf zum Boxer Marcel Sardou, der auf dem Weg zu ihr nach Paris mit dem Flugzeug abstürzte. Mit diesem großartigem Chanson geht es in die Pause.

Eine gute Gelegenheit, noch Geschenke im Lim. einzukaufen.

Wieder eröffnet wird von Andreas Rüsing in der Lederjacke mit "L'homme à la moto". Charles Aznavour sang von blauen Augen und blonden Haaren "Plus bleu que le bleu de tes yeux" - Andreas Rüsing gibt ihm seine Stimme und Dany antwortet im Duett ("Sie müssen sich vorstellen, dass meine Haare jetzt blond sind!")

Die Piaf habe viele französische Sängerinnen beeinflusst, eine zur Zeit sehr erfolgreiche sei Zaz. Ihr "Je veux" wird von Dany kraftvoll interpretiert. Ein Peruanischer Walzer in Spanisch und "Mon Dieu" - ein Gebet, dass sie den geliebten Mann noch etwas länger behalten darf - zeigen die Vielfalt der Piaf.

Mit "La vie en rose", Georges Moustaki's "Allez venez, Milord", "Non, je ne regrette rien" und "Padam, padam" kommt es zum furiosen Höhepunkt des Abends.

Andreas Rüsing ist übrigens der Komponist von Norika, dem Nürnberger Weihnachts-Musical, das vom 28.11.2015 bis 6.01.2016 im Heilig-Geist-Saal in Nürnberg zu sehen und zu hören ist.
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