Deutscher W40-Titel und ein Europarekord für das LAC Quelle Fürth

Die erfolgreiche Damenmannschaft des LAC: Heike Schug, Ingrid Meier, Grit Hammer, Gabriele Fohrer, Kerstin Grunwald und Urte Alisch (v.l.n.r.) Fotos: LAC Quelle Fürth
 
Alles geben fürs Team: Ulrich Grönhardt kämpft sich ins Ziel... Fotos: LAC Quelle Fürth

HAMBURG (kru) - Mit einer W40- und einer M60- Mannschaft reiste das LAC Quelle Fürth zu dem DAMM Endkampf 2013 nach Hamburg. Die Damen der W40 waren in großer Form und gewannen mit außergewöhnlich starken individuellen Leistungen den Titel bei den Deutschen Altersklassen Mannschaftsmeisterschaften. Die M60 verteidigte nach großem Kampf ihren vierten Platz aus dem Vorjahr.

Urte Alisch machte in Hamburg ihren einzigen Wettkampf in 2013 und gewann den Weitsprung mit ausgezeichneten 5,36 Meter. Damit holte sie für die LAC W40 mit 647 Punkten auch die höchste Einzelpunktzahl aller sieben W40 Mannschaften in Hamburg. Außerdem setzte sich Urte mit diesem fantastischen Sprung mit 18cm Vorsprung auf Platz 1 in der Deutschen Bestenliste von 2013.

Heike Schug, die eigentlich schon in der AK 50 an den Start gehen könnte und in Hamburg die Herausforderung der W40 annahm, gelang ebenfalls im Weitsprung eine außergewöhnliche Leistung. Mit 4,95m sprang sie so weit wie noch nie in der Seniorinnenklasse. Damit holte sie nicht nur 601 Punkte für die Mannschaft, sondern setzte sich mit dieser Glanzleistung ebenfalls an die Spitze der Seniorenbestenliste in 2013. Man muss schon fünf Jahre zurückblättern, um einen noch weiteren Sprung in der W50 zu finden. In 2008 sprang Renate Behrens von der LG Weserbergland 5,01m. Der Bayerische Rekord von Käthi Diener aus dem Jahr 1986 liegt bei 5,06m, aber die Heike ist ja noch jung, den schafft sie auch noch.

Grit Hammer, ein Garant für hohe Punktzahlen bei Kugel und Diskus, belegte im Kugelstoßen mit 11,64m und 581 Punkten klar den ersten Platz.

Über 800m lief Gabi Fohrer in 2:29,96 min allen anderen W40 Damen davon. Die stärkste Konkurrentin aus Lübeck, sie war im Endkampf 2012 in Essen noch drei Sekunden schneller als Gabi, wurde im Endspurt auf der Zielgeraden einfach überspurtet. Kerstin Grunwald überzeugte mit einer ungewöhnlich kämpferischen Leistung über die 800m voll. In einer Zeit von 2:55,33 min verbesserte sie ihre diesjährige 800m Zeit vom BLV DAMM Durchgang in Fürth um über 13 Sekunden.

Karin Bader und Angelika Götz waren weitere wichtige Punktelieferanten bei Kugel und Diskus. Außerdem hatten sie einen vorher nicht wirklich geplanten Staffeleinsatz. Die 1. LAC Staffel war mit einer Superzeit über 4x100 Meter von 54,38 sec im Ziel. Nachdem Befürchtungen über eine Disqualifikation der 1. Staffel laut wurden, hatte Seniorenchef Dieter Krumm entschieden auch die 2. Staffel laufen zu lassen. Das löste bei den Damen der 2. Staffel „leichte Hektik“ aus. Doch nach quälend langen Minuten vor dem Wettkampfbüro war klar, die erste Staffel blieb in der Wertung und die W40 des LAC Quelle Fürth holte mit einem großen Vorsprung von 168 Punkten auf die Vorjahressieger der LG Neiße den Titel !

Ein Name fehlt noch in der Sammlung und das aus gutem Grund. Ingrid Meier, mit ihren 66 Jahren das „Küken“ der Mannschaft der W40, hatte zwar bei ihrem 100 Meter Lauf wiederum fast einen Meter Gegenwind, das hielt sie aber nicht davon ab den Europarekord über 100 Meter der W65 von Christiane Schmalbruch aus dem Jahr 2002 mit 14,40 Sekunden einzustellen. Zur Info: Der Europarekord 2002 wurde mit 1,6m Rückenwind erzielt, Ingrid hatte 0,9m Gegenwind. Als Startläuferin der 1. LAC W40 Staffel war die Älteste ihrer Gegnerinnen immer noch 12 Jahre jünger und die jüngste Startläuferin (Jahrgang 1973 ) ganze 26 Jahre jünger als sie selbst.

Genützt hat es den viel jüngeren Damen allerdings nichts, Ingrid Meier hat in Führung liegend an Heike übergeben. „Alter schützt vor Leistung nicht“, an diesem Sprichwort ist schon etwas dran.

Bei der Siegerehrung war es natürlich Ehrensache der M60 Männer die W40 Damen zur Siegerehrung auf Händen zu tragen. Einer der acht Träger hatte eine vorrübergehende Schwäche und konnte seine ihm anvertraute Dame nicht ganz bis zum Ziel Siegerehrung tragen. Der kapitale, gemeinsame Sturz auf den Rasen löste allgemeine Heiterkeit aus.

Ergebnisse:

1. LAC Quelle Fürth 6.453,0

2. LG Neiße 6.285,0

3. TSV Bayer 04 Leverkusen 6.265,0

4. TSV 1850/09 Korbach 6.152,0

5. LAZ Obernburg-Miltenberg 6.040,0

6. LBV Phönix Lübeck 5.975,0

7. VFL Engelskirchen 5.760,0

Die Senioren der M60 hatten mit einem Zuwachs von 247 Punkten gegenüber den Bayerischen DAMM Meisterschaften im Mai ein deutlich besseres Endergebnis als in Fürth und landeten wie im Vorjahr in Essen auf Platz 4.

Nach dem ersten Wettbewerb, dem Kugelstoßen, Georg Ortloff 13,34m (717 Punkte), Dieter Krumm 12,29m (673 Punkte), lag die M60 mit den beiden höchsten Punktzahlen innerhalb der Mannschaft deutlich an der Spitze der acht Teams.

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Im Diskuswurf waren Georg Ortloff und Gerd Niklas mit 41,28 und 36,75 Metern in der Addition auf Platz 3. Die 3000m Läufer Uli Grönhardt (11:09,53 min), Emmerich Huber (11:39,50) min holten zusammen 1244 Punkte. Damit lagen sie deutlich auf Platz 1 in ihrer Altersklasse. Uli Grönhardt holte in der letzten Runde noch einen großen Rückstand auf Dauerrivalen Alfred Hermes vom Pulheimer SC auf und konnte sich noch auf der Ziellinie mit neuer Jahresbestzeit vor dem Alfred platzieren. Emmerich Huber war zwar nicht ganz so schnell wie der Uli, hatte aber den mit Abstand schönsten Laufstil anzubieten. Die Damen waren von seinem geschmeidigen, raumgreifenden Schritten beeindruckt. Die Achillesferse der LAC M60 ist zurzeit der Sprint und teilweise der Sprung. Nach langer Verletzungspause und wenig Training im Sprintbereich traten Dr. Klaus Wucherer und Jörg Hofmann über 100m im Sprint an. Auch Wurfspezialist Dieter Krumm musste gar über 100 Meter aushelfen.

Alle drei mussten gemeinsam Georg Ortloff auch noch die 4x100m Staffel ins Ziel bringen. Trotz dieser Umstände wurden über die 100m und in der Staffel 176 Punkte mehr erzielt als beim DAMM in Fürth. In Relation zum Sieger der M60, der StG Hünxe-Süchteln-Wesel, hatten wir alleine in Sprint und Sprung unglaubliche 728 Punkte verloren.

Um dieses große Manko in 2014 wieder etwas verbessern zu können, brauchen wir unbedingt Johannes Heling wieder in der M60 Mannschaft. Des weiteren kamen bei Kugel, Gerhard Schlee, über die 3000m, Klaus-Dieter Schubert und in der 2. LAC Staffel, Werner Ulbrich zum Einsatz.

Nach der Siegerehrung gab es die obligatorische Brotzeit mit gesponsertem Freibier der Tucher Brauerei Nürnberg. Und wie eigentlich bei jedem DAMM Endkampf der letzten 20 Jahre waren die Teilnehmer des LAC Quelle Fürth die mit Abstand letzten Teilnehmer die das Stadion verlassen haben. Auch das ist gewachsene Tradition.

Allen teilnehmenden Athleten der W40 und der M60 einen ganz herzlich Dank für ihren Einsatz beim DAMM Endkampf in Hamburg.


Ergebnisse:


1. StG Hünxe-Süchteln-Wesel 7.791,0

2. StG Team Stormarn 7.609,0

3. StG Werther/Brackwede/Kirchlinde 7.550,0

4. LAC Quelle Fürth 7.368,0

5. LG Biebesheim/Eschollbrücken/Crumstadt 7.298,0

6. StG Hamburg-Oldies 7.275,0

7. LG Radolfzell 7.036,0

8. Pulheimer SC 6.820,0


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