Aus dem historischen Humbser-Sudhaus wird ein "Bierpalast"

Frank Faßmann, Claus Weiß, Isabel Fürsattel (MIP-Immobilienverwaltung), OB Thomas Jung und Ralph Weiß (v.li.n.r.) freuen sich schon auf die neue Gastro-Perle in Fürth. Foto:Ebersberger

FÜRTH - (web) Ringsum herrscht in den Malzböden schon buntes Treiben. Im Frühjahr 2018 soll auch ins historische Sudhaus der ehemaligen Humbser-Brauerei Leben einziehen. Ein junges Trio will dort mit Erlebnis-Gastronomie und einer großen Biervielfalt Publikum aus der ganzen Region anziehen.

Die Brüder Claus und Ralph Weiß sowie ihr Kompagnon Fabian Faßmann sind sich der großen Tradition und Bedeutung des Gebäudes durchaus bewusst. Hier im über 100 Jahre alten Jugendstilbrauhaus soll schon in weniger als einem Jahr Bier aus 15 Zapfhähnen fließen - dazu noch etliche Flaschenbiere. Ja, der Fokus, so Ralph Weiß, liege „ganz klar auf Bier“ - was auch sonst in einem ehemaligen Brauereigebäude?
Die drei jungen Männer haben unlängst die Brauerei Boeheim in Pegnitz revitalisiert und in Nürnberg die Boeheim Bar und Boeheim Bierhalle eröffnet. Das Projekt in Fürth in der Schwabacher Straße ist jedoch ungleich größer, aber auch spannender, wie das Trio betont. Doch sie gehen es mit viel Herzblut, Liebe zum Genussmittel Bier und noch mehr Elan an.
Neben den vier eigenen Boeheim-Bieren (Helles, Pils, Spezial und IPA) wird auch Gerstensaft von befreundeten Brauereien aus den Zapfhähnen fließen. Hier stehen etwa Mahrs aus Bamberg, Schanzenbräu, die kleine Brauerei NBG und auch das nicht nur in Fürth beliebte Grüner von Tucher zur Disposition. Darüber hinaus sollen auch wechselnde Biere regionaler und internationaler Brauer gezapft werden.
Die Öffnung anderen Brauereien gegenüber gehört zum Konzept. Allesamt teilen sie die Liebe zum Bier, die Freude am Genuss. BIer habe wieder mehr an Wertigkeit gewonnen, dies soll auch in dem neuen „Bierpalast“ zu spüren sein. Allerdings ist dies derzeit nur ein Arbeitstitel, der endgültige Name wird noch gesucht.
Feststeht hingegen, dass im Restaurantbereich kein „Barbecue“ angeboten wird. Man werde sich noch „was Feines überlegen“, fränkische Spezialitäten stehen sicher auf der Karte. Neben dem Restaurant gibt es noch das „Taphouse“, dort dreht sich alles ums Bier (Tap = Zapfhahn). Blickfang sollen die beiden kupfernen Sudkessel sein. Dritter Gastrobereich ist der Biergarten mit rund 80 Plätzen. Insgesamt sollen knapp 200 Plätze zur Verfügung stehen.
Aus dem alten Holz, das im Gebäude freigelegt wurde, werden übrigens neue Möbel entstehen, die ebenso wie der Holzboden dem neuen Gastronomiebetrieb auch viel Authentizität verleihen sollen. Modernes, urbanes Lebensgefühl trifft dann auf Historie und Tradition.
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