Das Jüdische Museum Fürth bekommt Zuwachs

Viel Unterstützung erhielten Bayerns Bauminister Joachim Herrmann (2.v.re.), Museumsleiterin Daniela Eisenstein (3.v.re.) und Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (4.v.re.) beim großen Spatenstich zum Erweiterungsbau des Jüdischen Museums. (Foto: bayernpress)

FÜRTH - (web) Das Jüdische Museum in Fürth bekommt seinen lang ersehnten Erweiterungsbau. Vor wenigen Tagen erfolgte der Spatenstich zu dem rund 5,6 Milionen Euro teurem Vorhaben.

Mit dem Neubau, der dank öffentlicher und kommunaler Förderung erst möglich wurde, wird das Jüdische Museum in der Nürnberger Straße um rund 900 Quadratmeter wachsen. Der Innenausbau wird ebenfalls mit Hilfe öffentlicher Förderung und zweckgebundener Spenden realisiert.
Im Neubau entstehen ein Wechselausstellungsraum, ein Sonderveranstaltungsraum und eine Studienbibliothek. Im Altbau dagegen wird die Dauerausstellung ergänzt wie etwa mit einem Kinderausstellungsbereich. Darüber hinaus entsteht im Erdgeschoss ein museumspädagogisches Zentrum, das den Austausch zwischen Museum und Besucher intensivieren soll. Die neuen Räume sollen so das museumspädagogische Konzept erweitern und bereichern.
Vor allem für junge Leute soll die Einrichtung damit zu einer „Begegnungsstätte und zu einem Ort des Austausches“ werden, erklärte der Vorsitzende des Trägervereins Alexander Küßwetter im Rahmen des offiziellen Spatenstiches, an dem auch Bayerns Bauminister Joachim Herrmann teilnahm.
Die Eröffnung des Neubaus ist für 2017 geplant. 80 Prozent der Investitionssumme von rund 5,6 Millionen Euro kommen aus Mitteln des Freistaats und des Bundes. Die Bayerische Landesstiftung steuert zudem etwa 430.000 Euro bei.
Neben Berlin, Frankfurt und München ist das Jüdische Museum Franken in Fürth eines der bedeutendsten Museen für jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland und mit seiner umfassenden Sammlung in Bayern einzigartig.
Der als Kubus konzipierte und im Vorfeld nicht unumstrittene Neubau wird als eigenständiger Baukörper zwischen dem Altbau des Museums und dem Helmplatz errichtet und ist im Erdgeschoß und im 2. Obergeschoß mit dem denkmalgeschützen Bestandsgebäude verbunden.
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