Das Ludwig-Erhard-Zentrum in Fürth setzt bundesweit Zeichen

Der neunfache Spatenstich für das Ludwig-Erhard-Zentrum: (v.re.n.li.) SPD-Bundestagsabgeordneter Carsten Träger, CSU-MdB Dr. Anja Weisgerber, Medienunternehmer und Vorstandsmitglied der Stiftung Ludwig-Erhard-Haus Gunther Oschmann, Joachim Herrmann, Evi Kurz, Markus Söder, OB Thomas Jung, Fürths Baureferent Joachim Krauße und Stefan, Urenkel von Ludwig Erhard geben vor dem Geburtshaus von Ludwig Erhard das Startsignal für den Neubau. (Foto: bayernpress/Udo Dreier)

REGION/FÜRTH - (web) Die Gästeliste las sich fast wie das „Who-is-who“ der Metropolregion. Zahlreiche Prominenz aus Politik und Wirtschaft fand sich zum offiziellen Spatenstich für das Ludwig-Erhard-Zentrum in Fürth ein.

Hierzu soll nicht nur das Geburtshaus von Ludwig Erhard aufwändig saniert werden. Auf dem Parkplatz hinter dem Fürther Rathaus - gegenüber dem Erhard-Haus - entsteht zudem ein kubusförmiger Neubau, der auch optisch einen deutlichen Akzent setzt.
Insgesamt ist das Projekt mit rund 15 Millionen Euro veranschlagt. Der größte Teil wird aus den Fördertöpfen von Bund und Land gestemmt, die Stadt Fürth beteiligt sich mit 1,3 Millionen Euro, dazu kommen Spenden aus der Wirtschaft, die sich auf etwa zwei Millionen Euro belaufen sollen.
Die Festredner überhäuften deshalb auch das Großprojekt mit Lob und Superlativen. Wenn Bund und Land schon rund zehn Millionen lockermachen, dürfe „nichts armseliges“ entstehen, sondern „da muss was G‘scheids her“, äußerte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann etwas salopp. Dabei sieht er für den derzeit „tristen“ Parkplatz“ eine städtebauliche „Attraktivitätssteigerung“ durch das neue Gebäude.
Von einem bundesweiten Akzent, den das Ludwig-Erhard-Zentrum setzt, sprach Finanzminister Markus Söder. Es sei nicht „irgendein Museum“, es setze auch ein Zeichen, dass „wir als Land begriffen haben, wie soziale Marktwirtschaft geht.“
Oberbürgermeister Thomas Jung reihte sich ein und stufte das Erhard-Zentrum als „Projekt von nationaler Bedeutung" ein. Er freue sich auf eine „lebendige Einrichtung“, die nicht nur Museum ist, sondern auch „Begegnungs- und Forschungsstätte zugleich“.
Treibende Kraft hinter dem Ludwig-Erhard-Zentrum ist Evi Kurz, das machten alle drei Festredner deutlich. Mit „Hartnäckigkeit, visionärer Überzeugungskraft und einer großen Portion Charme hat sie uns alle mitgerissen“ brachte es Söder auf den Punkt.
Tatsächlich wurde die Journalistin und Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreises nicht müde, das ehrgeizige Projekt immer wieder voranzutreiben. Dazu gehörte auch, die Wirtschaft mit ins Boot zu holen. Zahlreiche Spenden waren der Lohn der jahrelangen Bemühungen.
Das neue Zentrum soll den Menschen nicht nur Erhards Biografie, sondern auch „das Thema Soziale Marktwirtschaft auf vielfältige Art und Weise näherbringen“. Man wolle nicht nur das Zentrum für Soziale Marktwirtschaft in Deutschland werden, „wir wollen uns auch international aufstellen“. „Hier entsteht ein spannendes Zentrum“, versprach Evi Kurz.
Im Sommer 2017 soll das Ludwig-Erhard-Zentrum fertig sein.
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