Das soziale Herz schlägt in der Hirschenstraße

Im Gebäude der ehemaligen Schreinerei Weigel soll bis Herbst 2016 ein „Zentrum“ für sozial schwache Bürger entstehen. Foto: Ebersberger

FÜRTH - (web) Dort, wo jahrzehntelang Möbel hergestellt und verkauft wurden, soll nun ein „Soziales Zentrum“ entstehen - und das zentral in der Fürther Innenstadt.

Vor rund einem Jahr hat die Bau- und Möbelschreinerei Hans Weigel ihren Betrieb in der Hirschenstraße 37 eingestellt. Die Schaufenster sind nun leer, nur noch der Schriftzug über der Eingansgtür und das Leuchtschild erinnert an die alten Tage. Diese sind jetzt aber gezählt, eine Neunutzung des Gebäudes steht unmittelbar bevor.
Die Firma „Soziales Wohnen“, eine Tochtergesellschaft der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WBG, hat das Haus gekauft, um Vorder- und Rückgebäude für sozial schwache Bürger zu sanieren.
So soll ein Speisesaal samt Küche entstehen, um notleidenden Menschen eine warme Mahlzeit zu ermöglichen. Ebenso soll ein Sozialkaufhaus „Fundgrube“ einziehen. Dort gibt es günstige Kleidung, aber auch Spielsachen oder Hausrat. Auch die derzeit nur ein paar Meter entfernte Fürther Wärmestube mit derzeit integrierter Fundgrube im Hinterhaus zieht um, da der Einrichtung zum Dezember 2017 gekündigt wurde.
Wolfgang Sperber, Leiter der Wärmestube, kann also durchatmen, bietet die Wärmestube doch als wichtiger Kommunikationsort wohnungslosen oder in Notunterkünften untergebrachten Menschen einen Tagesaufenthalt sowie essentielle Hilfe und Beratung.
Ergänzt wird die neue Einrichtung durch eine Notfallwohnung sowie neun Mietwohnungen für Menschen, die sich teure Wohnungen „einfach nicht leisten können“, erklärte Oberbürgermeister Thomas Jung.
Da in früheren Zeiten das Gebäude von einer Spiegelfirma genutzt wurde, steht zunächst eine gründliche Schadstoffsanierung an, ehe mit dem eigentlichen Umbau begonnen werden kann. Im Herbst kommenden Jahres soll die rund zwei Millionen Euro teure Komplettsanierung fertig sein.
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