Der Freistaat spendiert knapp 100 Millionen Euro fürs Klinikum Fürth

Am jetzigen Hubschrauberlandeplatz (im Vordergrund) wird ab 2019 der Klinik-Neubau hochgezogen. Foto: Ebersberger

FÜRTH - (web) Das Fürther Klinikum kann jetzt für die Zukunft fit gemacht werden. Vom Freistaat Bayern gibt es im Rahmen des Jahreskrankenhausprogramms 2021 Fördergelder in Höhe von 96,6 Millionen Euro.

Eine derartige Summe hatte man bei den Veranwortlichen nicht für möglich gehalten. Entsprechend groß ist deshalb auch die Freude nicht nur bei Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, der angesichts der Höhe der Fördersumme deshalb auch von einer „Jahrhundertchance“ spricht. Klinikvorstand Peter Krappmann sieht diese enorme Zuwendung auch als Vertrauensbeweis und Anerkennung. „Noch nie“, so Jung, wurden in Fürth knapp 100 Millionen Euro „in ein Bauwerk verbaut“.
Nunmehr müsse natürlich erstmal gründlich und tüchtig geplant werden, so Krappmann. Wobei dies in den vergangenen Jahren schon zu einem ganz großen Teil geschehen ist. Bei einem Pressetermin präsentierte Krappmann auch gleich ein entsprechendes Strategiepapier. Dieses beinhaltet eine Zielplanung bis ins Jahr 2030. Am Ende sollen die Fürther ein modernes, konkurrenzfähiges Klinikum bekommen, das sowohl für die Patienten als auch für die Belegschaft sehr gute Bedingungen biete, erklärte Thomas Jung.
In einem ersten Abschnitt (2019 - 2021) soll dort, wo sich bislang der Helikopterlandeplatz befindet, ein Neubau entstehen mit elf hochmodernen Operationssälen, einer Intensivabteilung und einer „Normalstation“. Da werde auch „sehr viel Technik“ verbaut, erklärte Dr. Evangelos Tsekos, der medizinische Direktor für den operativen Bereich im Klinikum Fürth.
Das große Ziel sei dabei auch, ohne Bettenreduktion auszukommen, damit der Klinikbetrieb weitgehend ungestört weitergeht. Deshalb beginnen die Modernisierungsmaßnahmen auch mit dem Neubau, ließ Krappmann wissen.
Im Anschluss daran, soll das aus den 70er Jahren stammende Wirtschaftsgebäude (Wäscheversorgung, Cafeteria, Personalcasino) abgerissen und durch ein „Bettenhaus“ mit zirka 170 Betten errichtet werden. In der nächsten Bauphase wird hinter dem Neubau das bestehende Funktionsgebäude erweitert beziehungsweise ein neues Bettenhaus hinzu gebaut. Weitere OP-Säle, Radiologie, Zentrale Notaufnahme, Endoskopie oder auch Funktionsdiagnostik ziehen dort ein.
Eine wahre Mammutaufgabe kommt auf das Klinikum und somit auch auf die Stadt zu, die - das wollte OB Jung auch nicht verhehlen - sich mit etwa 15 bis 20 Millionen Euro zu beteiligen muss. Aber da wolle man nicht jammern, das sei es wert. „Immerhin geht es ja um die Gesundheit der Bürger“, so Jung.
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