Dornröschenschlaf im Marktkauf-Gebäude ist beendet

Blicken positiv in die Zukunft: (v.li.n.re.) OB Thomas Jung, Roland Filippi, Insolvenzverwalter Thomas Warnecke und Wirtschaftsreferent Horst Müller vor dem Marktkaufgebäude. Foto: Ebersberger

FÜRTH (web) - Fürths Wirtschaftsreferent Horst Müller fielen sichtlich tonnenschwere Steine vom Herzen und er durfte nun zufrieden durchatmen. Nach langwierigen Verhandlungen wurde mit dem Memminger Bauunternehmen Josef Hebel nun ein Investor für das leerstehende Marktkauf-Gebäude gefunden.

Vor etwas mehr als drei Jahren wurden in dem Gebäude an der Königswarterstraße die Türen endgültig geschlossen. Damit wurde in die Lebensmittel-Nahversorgung der Innenstadt ein riesiges Loch gerissen. Immer wieder gab es aus der Bevölkerung Beschwerden, ob des Fehlens eines großen Lebensmittelmarktes im Fürther Zentrum, ließ Müller wissen. Doch jetzt ist das Licht am Ende des Tunnels deutlich sichtbar.
„Das ist ein echter Freudentag“, ließ Müller im Rahmen der Vorstellung des Investors wissen. Und auch Oberbürgermeister Thomas Jung verspürte „große Freude, dass eines der gravierendsten Leerstandsprobleme der Innenstadt nun gelöst wird.“
Mit der Memminger Firma habe man einen „echten Mittelständler“ mit 90-jähriger Tradition und auch dem nötigen Knowhow gefunden, so Jung. Etliche Bauhaus - oder Obi-Märkte hat das Unternehmen bereits realisiert. Insgesamt rund 20 Millionen Euro nimmt das Bauunternehmen nun in Fürth in die Hand - knapp zehn Millionen fallen dabei auf Umbau- und Sanierungskosten des ehemaligen Marktkaufgebäudes, der Rest ist der Kaufpreis. Rund 11.000 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen zur Verfügung.
Das Erdgeschoss ist bereits an Edeka vermietet, das dort einen E-Center eröffnen wird und so die Nahversorgungslücke wieder schließt. Weitere Mieter wollte der Bevollmächtigte der Firma Hebel, Roland Filippi, noch nicht nennen. Eine vorab kolportierte Diskothek schloss er aber ebenso kategorisch aus wie eine Bowlingbahn - dazu sei die Verkaufsfläche zu wertvoll. Interessenten gäbe es einige, wie etwa ein Elektro- oder Drogeriemarkt, aber auch ein Schuh- oder Sportartikelgeschäft. Eine Konkurrenz zur im Bau befindlichen Neuen Mitte werde es aber nicht geben, beruhigte Horst Müller. Vielmehr soll es eine „echte Ergänzung“ sein.
Da noch einige Vertragsverhandlungen und Planungen laufen, werde wohl nicht vor Januar 2014 mit dem Umbau begonnen, erklärte Filippi. Zwischen Oktober 2014 und März 2015 siedelt er den Eröffnungstermin an.
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