Freundeskreis betreibt ehrenamtliche Lobbyarbeit für die Fürther Wärmestube

Mit einem neuen Logo will der Freundeskreis "Fürther Wärmestube" seine Arbeit für Menschen in Not ein Gesicht geben. Foto: Ebersberger

FÜRTH (web) - Die Fürther Wärmestube ist Treffpunkt, Beratungsstelle, Wohnungsvermittler und Kleiderkammer in einem. In der Hirschenstraße 41 wird Menschen in Not rundherum geholfen. Dabei wird das Team um Wolfgang Sperber auch tatkräftig vom „Freundeskreis Fürther Wärmestube“ unterstützt.

Seit etwas mehr als zwei Jahren ist der Freundeskreis aktiv, will aber „mehr im Hintergrund“ wirken, sich nicht permanent in die Öffentlichkeit drängen, wie Toni Klug, einer der Initiatoren erklärt.
Man leiste „Lobbyarbeit“ für Menschen in Not, stehe in ständigem Kontakt mit den Behörden, aber auch mit Firmen und Unternehmen, um auch immer wieder Unterstützung und vor allem Spenden für die Wärmestube einzuholen oder zu vermitteln.
Allerdings geht es nicht ganz ohne Öffentlichkeit, das weiß Klug nicht nur aus seiner langjährigen Tätigkeit als Leiter des Zirndorfer Jugendhauses „Alte Scheune“ zu gut. So sollen Infostände in der Innenstadt über die Arbeit der Wärmestube und des Freundeskreises aufklären, aber auch auf die oft prekäre Situation der betroffenen Menschen in Not aufmerksam machen. Es soll kein Mitleid geweckt, sondern für Verständnis geworben werden. Der Freundeskreis initiiert auch verschiedene Verkaufsaktionen zugunsten der Wärmestube.
Ebenso wie Oberbürgermeister Thomas Jung macht auch dem momentan rund 25 Mitglieder starken Freundeskreis die zunehmende Wohnungsnot für Menschen mit niedrigem oder gar keinem Einkommen Sorgen. Der Bedarf an günstigem Wohnraum sei in den letzten Jahren enorm gestiegen, das bestätigte auch Wolfgang Sperber.
Zu sehr hat man wohl in den vergangenen Jahren den Bau oder die Sanierung von hochwertigem, und damit teuren Wohnungsbau gefördert. Der soziale Wohnungsbau blieb dabei vermehrt auf der Strecke. Tagtäglich hat man in der Wärmestube mit den Folgen dieser Entwicklung zu tun. Die Freundeskreis-Mitglieder Dieter Hohnhaus, Toni Klug und Christian Hoffmann hoffen ebenso wie Sperber, dass hier eine Wende eingeläutet wird.
Für Entlastung sollen, so OB Jung, rund 400 Wohnungen sorgen, die in den nächsten zwei Jahren von Trägern des sozialen Wohnungsbaus wie etwa Baugenossenschaften oder WBG errichtet werden. Ein Hoffnungsschimmer auch für den Freundeskreis.
Wer den Freundeskreis und dadurch auch die Wärmestube unterstützen möchte, ist „herzlichst willkommen“, betonten Hohnhaus und Klug. Auch die im Hinterhof der Wärmestube eröffnete „Fundgrube“ freut sich über Spenden. Dort werden Hausrat, Kleidung, Spielzeug gesammelt, sortiert und an bedürftige Bürger für einen symbolischen Preis weitergegeben. Sachspenden können zu den Öffnungszeiten der Fundgrube (Mo., Die., Frei: 10 - 12 u. 13 - 15 Uhr; Mittw.: 12 - 18 Uhr; 1. Sa. im Monat 10 - 13 Uhr) abgegeben werden.
Infos zur Wärmestube und auch zum Freundeskreis erhält man bei Wolfgang Sperber (Tel.: 0911 / 979 13 731) oder im Internet.
www.fuerther-treffpunkt.de
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