Fürths Feuerwehr bekommt eine neue Feuerwache für 25 Millionen Euro

Mit Elan beim ersten Spatenstich für die neue Feuerwache (v.l.): Christian Lanzinger, Vorstand der kplan AG, Rechtsreferent Mathias Kreitinger, Oberbürgermeister Thomas Jung, Peter Pfann, Pfleger der Feuerwehren im Stadtrat, Baureferent Joachim Krauße und Brandoberrat Christian Gußner. (Foto: tom)
Nach jahrzehntelanger Wartezeit beginnt der Bau in der Kapellenstraße

FÜRTH (tom) – Kaum ein Bauprojekt der jüngeren Zeit kann auf eine so lange Vorgeschichte zurückblicken wie die neue Feuerwache, für die jetzt der erste Spatenstich vorgenommen wurde. Wenn alles planmäßig verläuft, werden die Floriansjünger bereits Ende 2019 von der Kapellenstraße aus zu ihren Einsätzen fahren.


Dann gehört die alte Feuerwache an der Königstraße, über deren weitere Nutzung noch heftig diskutiert wird, endgültig der Vergangenheit an. Das Jugendstil-Gebäude war im Jahr 1908 für 200.000 Mark erbaut worden. Damals waren noch sechs Pferde mit eingezogen, war noch Raum für Stall, Heuboden und Futterlager vorgesehen. Doch schon bald mussten die Vierbeiner weichen, weil motorisierte Fahrzeuge ihren Platz einnahmen. In den folgenden Jahrzehnten reihte sich Umbau an Umbau bis Ende der 80er Jahre erste Pläne für den Bau einer neuen Feuerwache gemacht wurden. Pläne, die immer wieder verschoben wurden. Zuletzt verzögerte sich der Bau, da bauliche Mängel die Fertigstellung des benachbarten „Julius Hirsch Sportzentrums“ hinauszogen.

Wache soll 2019 fertig sein

Christian Lanzinger, Vorstand der mit dem Bau beauftragten kplan AG Abensberg, verwies beim symbolischen ersten Spatenstich zwar darauf, dass der Baugrund nicht optimal sei und einige Vorarbeiten nötig mache, an dem Fertigstellungstermin Ende 2019 oder spätestens Anfang 2020 wollte er aber keine Zweifel aufkommen lassen. Das hörte sicherlich auch Fürths oberster Brandschützer, Brandoberrat Christian Gußner, sehr gern. Der hatte seit seinem Amtsantritt im Jahr 2002 schon einige Termine für den Baubeginn der neuen Wache kommen und wieder verstreichen sehen. Doch nun zeichnet sich ein Ende der Wartezeit und der provisorischen Notlösungen ab.
Auch Fürths Stadtoberhaupt Thomas Jung nutzte die Gelegenheit, um noch einmal darauf hinzuweisen, dass die aktuelle Situation „kein Zustand“ und „eine Zumutung“ für die Kameraden der Fürther Berufsfeuerwehr sei. Umso mehr freut sich der Oberbürgermeister nun, dass am Fürther Wiesengrund mit einem finanziellen Aufwand von rund 25 Millionen Euro die neue Feuerwache für 30 Fahrzeuge und 85 Einsatzkräfte entsteht – „ein Zweckbau, der 'was hermacht“, wie ihn Jung beschrieb.
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