Goldenes Kleeblatt für Robert Schopflocher

Christian Schmidt überreichte Robert Schopflocher (re.) mit den besten Grüßen und Glückwünschen aus seiner Heimatstadt die Urkunde und das Goldene Kleeblatt. (Foto: Manfred Engler)

FÜRTH/BUENOS AIRES - Für seine großen Verdienste um das Wohl der Stadt Fürth wurde der gebürtige Fürther Robert Schopflocher mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte in Buenos Aires.

Es traf sich gut, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Argentinien unterwegs war, da konnte er die hohe Auszeichnung stellvertretend für Oberbürgermeister Thomas Jung dem 92-jährigen jüdischen Schriftsteller gleich persönlich überreichen. Bereits 1937 war Schopflocher nach Argentinien ausgewandert - geflüchtet vor den Nationalsozialisten. Die Liebe zu seiner Heimatstadt ist aber stets geblieben, was er auch bei seinen regelmäßigen Besuchen in der Kleeblattstadt stets unterstrichen hat.
„Dies ist keine selbstverständliche Haltung für einen Menschen, der in seiner Kindheit und Jugend Ausgrenzung und Verfolgung ausgesetzt war“, schreibt Oberbürgermeister Thomas Jung in seinem Glückwunschbrief. Für diese lebenslange Verbundenheit zur Kleeblattstadt danke er ihm sehr.
Das beachtliche literarische Schaffen Schopflochers spiegle diese humanitäre Haltung eindrucksvoll wider, so Jung weiter. Im Jahre 2008 wurde Schopflocher bereits mit dem Jakob-Wassermann-Literaturpreis der Stadt Fürth geehrt. Auch in Südamerika würdigte man seine Literaturwerke mit zahlreichen Preisen. Zu seinen bekanntesten zählen die biographische Skizze "Eine Kindheit", "Fernes Beben, Erzählungen aus Argentinien", "Spiegel der Welt", der Erzählungsband "Wie Reb Froike die Welt rettete" oder auch der in Spanisch erschienene Roman "Extranos Negocios" oder der spanische Erzählungsband "Fuego Fatuo".
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