Historischer Überblick über das Fürther Brauwesen

Zahlreiche Exponate erinnern an die große Brautradition in der Kleeblattstadt. Foto: Ebersberger
Fürth: Stadtmuseum Ludwig Erhard |

FÜRTH (web) - Aufgrund des großen Interesses wird die Sonderausstellung „Hopfen und Malz - Das Fürther Brauwesen in Geschichte und Gegenwart“ im Stadtmuseum Fürth bis zum 22. Dezember verlängert.

Die Kleeblattstadt kann auf eine lange Brautradition zurückblicken. So gab es bereits 1604 einige kleinere Braustätten, knapp 120 Jahre später waren es schon 24. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konzentrierte sich die Brautradition in Fürth auf fünf Familienbetriebe, die den Markt beherrschten. Humbser, Grüner, Geismann, Mailaender (Bergbräu) und Evora & Meyer hatten die Zeichen der Zeit erkannt und investierten in moderne Eis- und Dampfmaschinen, die für die Ausweitung der Produktion sorgten.
Die Fürther Braugeschichte ist aber auch von Übernahmen und Schließungen geprägt. Die Patrizier Bräu AG schluckte zunächst die kleinen Betriebe, dann fusionierte sie Mitte der 1990er mit der Nürnberger Tucher Bräu AG.
In der Sonderausstellung des Stadtmuseums werden sehenswerte Exponate aus der ereignisreichen Fürther Brauereigeschichte präsentiert, die überwiegend aus privaten Sammlungen begeisterter Liebhaber dieser Thematik stammen. Historisch einmalige Objekte, Krüge, Etiketten, Bilder sowie Schriftstücke und vieles mehr spiegeln die einstige Bedeutung der „Großen Fünf“ in der Kleeblattstadt wider, die durch die Wiedereinführung der Marke Grüner 2011 durch die Tucher Bräu bis in die Gegenwart reicht.
Das Stadtmuseum hat Dienstag bis Donnertag sowie an Sonn- und Feiertagen (10 - 16 Uhr), am Samstag (13 - 17 Uhr) geöffnet. Montag und Freitag belibt das Museum geschlossen, an jedem ersten Donnerstag im Monat ist bis 22 Uhr geöffnet.
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