Immer mehr Übertritte an weiterführende Schulen

In der Kleeblattstadt schaffen immer mehr Jungen und Mädchen den Übertritt auf eine weiterführende Schule. Foto: dapd

Positive Zahlen bestätigen Bildungspolitik in Fürth

FÜRTH (web) - Immer mehr Schülerinnen und Schüler schaffen in Fürth den Übertritt an weiterführende Schulen – und immer weniger verlassen die Schule ohne Abschluss. Zwei Entwicklungen, die nicht nur Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun freuen.

Für ihn ist der vor wenigen Wochen erschienene bayerische Bildungsbericht quasi Pflichtlektüre, um sich über wichtige Zahlen, Trends und Tendenzen im Schulwesen zu informieren. Die meist positiven Fürther Zahlen und Ergebnisse sieht Braun deshalb auch als Bestätigung für den Kurs der Stadt in Sachen Bildungspolitik: „Die erheblichen Investitionen und die gemeinsamen Anstrengungen haben zu erheblichen Verbesserungen in der Bildungsbeteiligung der jungen Menschen geführt.“ So ging etwa die Zahl der Schüler ohne Abschluss von 7,2 Prozent im Schuljahr 2006/07 auf 3,7 Prozent im Schuljahr 2010/11 zurück. Die Zahl der Übertritte aus der vierten Jahrgangsstufe aufs Gymnasium sind dagegen um 8,5 Prozent gestiegen, womit die Steigerungsrate höher liegt als in den Nachbarstädten Nürnberg (+6,9 Prozent) und Erlangen (+3 Prozent) oder gar in ganz Bayern (+2,4 Prozent). Damit wechseln in Fürth mittlerweile rund 45 Prozent der Viertklässler auf ein Gymnasium.

Verstärkte Förderangebote vor allem für Kinder mit Migrationshintergrund zeigen ihre Wirkung, was auch Ingrid Streck, Rektorin der Grundschule Hans-Sachs-Straße, bestätigte. Auch die Ganztagesschule trägt erheblich zu diesem Erfolg bei, so hatten etwa an der Rosenschule rund 76 Prozent der Schüler, die den Sprung aufs Gymnasium schafften, ausländische Wurzeln, wie Schulleiter Christian Böder erklärte. Man dürfe jedoch in den Anstrengungen, die Abhängigkeit des Bildungserfolges vom Elternhaus weiter zu senken, nicht nachlassen, ist sich Braun mit den Pädagogen einig. Gerade in Fürth, wo der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund mit 37,5 Prozent mehr als doppelt so hoch ist wie bayernweit (15,8 Prozent). Insgesamt geht es weiter darum, in der Stadt erfolgreiche Bildungsbiografien zu schaffen – und dies nicht immer primär über das Gymnasium. Auch über die Mittelschule, so Braun, sei dies möglich.



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