Ingrid Streck erhält Louis-Kissinger-Preis

Evi Kurz (r.) moderiert die Preisübergabe. Die Urkunde wird Ingrid Streck von Walter Kissinger übergeben. (Foto: tom)

FÜRTH (tom) – In der alten Turnhalle des Helene-Lange-Gymnasiums wurde am vergangenen Freitag im Rahmen eines kleinen Festakts der Louis-Kissinger-Preis an Ingrid Streck, die Rektorin der Hans-Sachs-Grundschule, verliehen.

Der Ort der Veranstaltung war nicht zufällig gewählt. Bis er 1933 von den Nationalsozialisten mit einem Berufsverbot belegt worden war, hatte der Namensgeber des Preises Louis Kissinger am damaligen Mädchenlyzeum als begeisterter und engagierter Lehrer gearbeitet. Die Machtergreifung der Nazis machte dem ein Ende und zwang Kissinger zusammen mit seiner Frau Paula und den beiden Söhnen Henry, dem späteren amerikanischen Außenminister und Friedensnobelpreisträger, und Walter, einem erfolgreichen Unternehmer, Deutschland in Richtung USA zu verlassen. Zu dem Festakt war der mittlerweile gut 90-jährige Walter, der sich wie sein Bruder Henry seiner Heimatstadt nach wie vor eng verbunden fühlt, wieder einmal nach Fürth gekommen.
Mit dem Louis-Kissinger-Preis, der aus dem Erlös einer Lebensversicherung von Louis Kissinger finanziert und auf Anregung von Evi Kurz ins Leben gerufen worden war, wurde in diesem Jahr die langjährige Rektorin der Stadelner Hans-Sachs-Schule Ingrid Streck ausgezeichnet. Mit dieser Auszeichnung soll – so Ex-Kultusstaatssekretär Karl Freller in seiner Festrede – das Engagement der Preisträgerin für die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund geehrt werden. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro kommt, so wünscht es sich Ingrid Streck, einem syrischen Flüchtlingskind zugute. Mit dem Betrag soll die logopädische Förderung finanziert werden, die das Mädchen wegen einer nicht geschlossenen Gaumenspalte benötigt.
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