Mathematik macht Kinder glücklich

Das Team vom Stadtmuseum Fürth und die Ausstellungsmacher vom Schulmuseum an einer der "Matheland"-Stationen. Foto: Ebersberger
Fürth: Stadtmuseum Ludwig Erhard |

FÜRTH (web) - Mathematik muss kein flaues Gefühl in der Magengegend auslösen - im Gegenteil. Dass das oft ungeliebte Schulfach auch großen Spaß machen kann, zeigt die Ausstellung „Matheland“ im Fürther Stadtmuseum.

Gleich im Eingangsbereich dürfen die Kinder einen Obstspieß stecken oder einen Hamburger mit verschiedensten Zutaten belegen - Obst und Hamburgerbeilagen sind dabei aus Holz. An einer anderen Stelle sind verschieden hohe Pappquader mit den Abbildungen der Bremer Stadtmusikanten aufgereiht und müssen auf einem Spielteppich angeordnet werden. Gegenüber steht der Zahlengarten.
Auf den ersten Blick haben die einzelnen Stationen der vom Nürnberger Schulmuseum konzipierten Ausstelllung nichts mit Mathematik zu tun. „So soll es aber auch sein“, erklärt Dr. Mathias Rösch, Leiter des Schulmuseums. Die Kinder sollen „im Spiel versinken und dabei Mathematik spielerisch entdecken, sich Lösungen erarbeiten“, erklärt er die Grundidee der Lernwerkstatt „Matheland“.
Es geht ums Ausprobieren, Knobeln und Entdecken - nicht ums pure und oftmals stupide Formeln herleiten. Dabei wird auch die Fantasie und Kreativität der Schüler gefördert. Gleichzeitig erforschen sie mathematische Phänomene und Regeln, entdecken im Spiel Zahlenreihen, trainieren ihr räumliches Vorstellungsvermögen. Sollten die Kinder dennnoch Unterstützung benötigen, stehen pädagogische Betreuer zur Verfügung.
Anleitungen oder Arbeitsaufgaben sucht man an den Stationen vergeblich, das sei auch so gewollt. Die Kinder sollen durch eigene Ideen Lösungen erarbeiten, erklärt Karel Tschacher. Der Fachdidaktiker zeichnet zusammen mit Rösch und der Konrektorin der Grundschule Altenfurt, Sabine Teibach, für das Konzept verantwortlich.
Fürths Kultur- und Jugendrefrentin Elisabeth Reichert schwärmt von der Ausstellung, die gerade Kinder von der Vorschule bis zur 2. und 3. Klasse ansprechen soll. Sie seien von Grund auf neugierig, weiß die ehemalige Mathematiklehrerin. Und wenn am Ende die Kinder sagen: „Boah, ich hab’s auch geschafft“, dann bewahrheitet sich auch der Spruch, den sie auf einem T-Shirt trägt: „Mathe macht glücklich!“
Die Ausstellung „Matheland“ ist zu den üblichen Öffnungszeiten noch bis 27. April zu sehen.
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