Neues Sozialzentrum in Fürth soll auch Begegnungsstätte sein

Viel Applaus gab es vor allem für die vielen fleißigen Helfer, die beim neuen Sozialzentrum kräftig mit angepackt hatten. Foto: Ebersberger

FÜRTH - (web) „Einfach großartig“ sei das, was hier geschaffen wurde, freute sich Fürths Sozialreferentin Elisabeth Reichert anlässlich der offiziellen Einweihung des neuen Fürther Sozialzentrums in der Hirschenstraße 37.

Nicht nur die Wärmestube „Fürther Treffpunkt“ mit angegliedertem „Sozialkaufhaus“ und kleiner Werkstätte hat nun eine neue, moderne Bleibe gefunden. Auch das Quartiersmanagement ist eingezogen, zudem wurde im Hinterhaus eine Zwei-Zimmer-Notfallwohnung - etwa für bedürftige Familien, deren Wohnung ausgebrannt ist - eingerichtet. Während im Vorderhaus der ehemaligen Bau- und Möbelschreinerei Hans Weigel die WBG-Tochter „Soziales Wohnen“ zusätzlich neun Sozialwohnungen (alle bereits vermietet) ausgebaut hat.
Vor knapp zweieinhalb Jahren erwarb „Soziales Wohnen“ die rund 150 Jahre alte Immobilie. Insgesamt rund zwei Millionen Euro mussten investiert werden, wobei gerade die Quecksilbersanierung - in früheren Jahren war dort eine Spiegelfabrik ansässig - viel Zeit und Geld in Anspruch nahm. Letztlich aber könne man „stolz sein“, so Reichert.
Auch Oberbürgermeister Thomas Jung geriet ins Schwärmen. In „bester Innenstadtlage“ befinde sich das Sozialzentrum, nicht, wie oft in anderen Städten, in Randlage oder "abgehängt in der Ecke". Auch dies sei „Ausdruck der Wertschätzung“ gegenüber den sozial schwachen und bedürftigen Menschen in Fürth.
Die Freude über das neue Zuhause der Wärmestube konnte auch Wolfgang Sperber nicht verbergen. Ende des Jahres wäre der Mietvertrag in der bisherigen Adresse ausgelaufen. Dass die Wärmestube in das Gebäude nur zwei Hausnummern weiter umziehen konnte, war „ein echter Glücksfall“, so Sperber. Gelohnt hat es sich allemal, stehen doch jetzt 450 statt bisher 250 Quadratmeter zur Verfügung. Schmuckstück ist sicher der neue, knapp 170 Quadratmeter große und unterteilbare Speise- und Aufenthaltssaal. Dort gibt es für Bedürftige kostenloses Frühstück und preiswertes Essen. Aber auch der idyllische Innenhof dürfte vor allem im Sommer begehrt sein.
Der Saal soll aber gleichzeitig eine Begnungsstätte für alle Bürger sein, wünscht sich nicht nur Alexandra Schwab vom Quartiersmanagement. „Integration statt Segregation“ sei die Devise, konstatierte OB Jung.
Richtig durchgeatmet hat übrigens auch Thomas Bergsch von der Wohnungsfürsorge im Fürther Sozialamt. Die ganze Zeit über liefen bei ihm die Drähte in Sachen Bauplanung, -durchführung und -finanzierung zusammen. Doch darüber hinaus hatte er ebenso „wie viele fleißige Helfer“ (Sperber) immer wieder selbst mit angepackt - sogar bis eine Stunde vor der Einweihung. Dafür gab‘s von Elisabeth Reichert nicht nur einen Geschenkkorb mit vielen Vitaminen, sondern auch ein kurzes, aber herzliches „Großartig“.
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