Strom fließt direkt vom Dach in die Wohnung

Clemens Bloß, infra new energy, infra-Energievertriebsleiter Klaus Hecker, infra-Geschäftsführer Hans Partheimüller und der technische Leiter der WBG, Rolf Perlhofer (v. li.n.re.) vor dem Gebäude in der Komotauerstraße 11/15. Foto: Ebersberger

FÜRTH - (web) Ein Gemeinschaftsprojekt der WBG Fürth und der infra fürth ermöglicht es Mietern auf der Hardhöhe ihren Strom direkt von ihrer auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage zu beziehen.

Insgesamt 86 Wohnungen befinden sich in dem Haus in der Komotauerstraße 11/15. Der am Dach erzeugte Solarstrom kommt den Mietern direkt zugute und kann gleich wieder verbraucht werden. Somit können sich die Mietparteien aktiv an der Erzeugung von regenerativen Energien beteiligen. Ein weiterer Vorteil: Der vom Dach bezogene Direktstrom ist auch noch billiger (etwa fünf Cent pro Kilowattstunde), da keine Netzgebühr gezahlt werden muss.
Neu ist das Partnerstrommodell allerdings nicht in der Kleeblattstadt. Die infra und ihr Tochterunternehmen infra new energy kooperieren auf dieser Ebene seit längerem mit den Fürther Wohnungsbaugenossenschaften und haben so bereits eine Vielzahl von Dächern mit PV-Anlagen ausgestattet.
Noch geht der nicht verbrauchte Strom ins Netz. „Die Kür“ wäre es für infra-Geschäftfsführer Hans Partheimüller, man könne den nicht gebrauchten Strom gleich speichern. Daran werde aber gearbeitet, man befinde sich auch schon auf der Zielgerade.
Mit der Anlage auf dem WBG-Wohnhaus in der Komotauerstraße - die derzeit größte der WBG - wird ein Stromertrag von etwa 70.000 Kilowattstunden erwartet.
Gerade die Flachdächer - entstanden nach der Aufstockung um ein Stockwerk - eignen sich besonders für die Photvoltaikmodule, sei doch deren Ausrichtung nicht von zentraler Bedeutung, wie Rolf Perlhofer, Technsicher Leiter der WBG, im rahmen eines Ortstermins erklärte.
Rund ein Drittel der Mieter hat sich bislang am Mieterstrommodell beteiligt, doch ist der Energievertriebsleiter der infra, Klaus Hecker, sehr zuversichtlich, noch mehr Mieter überzeugen zu können. Sie müssen allerdings infra-Kunde sein.
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