Thomas Jung bleibt Oberbürgermeister in Fürth

Herausforderer Dietmar Helm (re.) gratuliert Thomas Jung zu seinem Sieg, bedankt sich aber auch für den fairen Wahlkampf. Foto: Ebersberger

FÜRTH (web) - Thomas Jung (SPD) bleibt Oberbürgermeister der Stadt Fürth. Der Amtsinhaber setzte sich mit 73 Prozent der abgegebenen Stimmen mehr als deutlich gegen seine Herausforderer durch. Schwach hingegen war die Wahlbeteiligung mit 45,2 Prozent.

Für Dietmar Helm (CSU) reichte es als schärfster Widersacher nur zu 17,3 Prozent. Die Schlappe für die Christsozialen ist umso größer, da sie auch in der Stadtratswahl Verluste hinnehmen mussten und so das große Ziel, die absolute Mehrheit der SPD zu brechen, wohl nicht erreichten. Bei Redaktionsschluss lag die SPD bei 51,1 Prozent (26 von 50 Sitzen), die CSU bei 24,8 (12 Sitze).
Schon früh zeichnete sich bei der OB-Wahl das Ergebnis ab. Nur knapp 30 Minuten nach Schließung der Wahllokale war klar, Thomas Jung wird wieder einen souveränen Sieg einfahren. Vor sechs Jahren noch erzielte der Sozialdemokrat sagenhafte 80,1 Prozent. Dieses Traumergebnis stand am Ende zwar nicht mehr zu Buche, aber dennoch sah sich Jung in seinen Erwartungen, die bei einer „Zweidrittelmehrheit“ lagen, übertroffen. Gattin Heike hingegen hatte schon vor längerer Zeit „mal die 74 Prozent vor Augen.“
Das Ergebnis spiegele wohl auch „die Dankbarkeit der Bürger für die bislang geleistete Arbeit wider“, so Jung in einer ersten Analyse. Es gab ja auch einige „problematische Einzelthemen“ wie etwa Möbel Höffner, Park Hotel oder auch das Baugebiet in Oberfürberg. Letztlich aber „sehen die Menschen eben die Realitäten“, schlussfolgerte Jung, der nun in seine dritte Amtszeit geht.
Dietmar Helm musste die klare Niederlage eingestehen, gab sich aber auch gleich kämpferisch. „Wir werden weiter ernsthaft arbeiten, versuchen unser Wahlpgrogramm nach vorne zu bringen.“ Er will als Fraktionsvorsitzender nun die Zeit nutzen, sich bekannter zu machen. Und auch die Fürther CSU müsse präsenter werden, nicht nur zu Wahlkampfzeiten. „Näher am Bürger, die wichtigen Themen noch besser transportieren“, lautet sein Credo für die kommenden sechs Jahre.
Freude gab es bei den Grünen (11,8 Prozent), die nach dem vorläufigen Endergebnis zwei Sitze hinzugewinnen konnten und nun wohl mit sechs Vertretern im Stadtrat sitzen. Spitzenkandidatin Brigitte Dittrich - sie kam bei der OB-Wahl auf 3.9 Prozent) - bedauerte allerdings, dass die SPD weiter die absolute Mehrheit behält. „Für die Demokratie ist das nicht gut“, nahm sie klar Stellung.
Einen Sitz hinzu bekammen die Freien Wähler (3,5 Prozent/ 2 Sitze), während es für die Linke (4,4 Prozent / 2 Sitze), die FDP (2,5 /1) und die Republikaner (1,8 /1) keine Änderung gab.
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