Zwei Würfel bringen mehr Platz für die Wilhlem-Löhe Hochschule

Kanzlerin Sabine König, Professor Jürgen Zerth, Architekt Gerhard Guggenberger und Stadtbaurat Joachim Krauße (v. li.n.re.) präsentieren vor dem Hochschulgebäude im Südstadtpark das Modell mit den beiden Anbauten links und rechts der gläsernen Aula (im Vordergrund). (Foto: Claudia Wunder)

FÜRTH - (web) Die Wilhelm Löhe Hochschule (WLH) im Fürther Südstadtpark soll größer werden. Vergangene Woche wurden die Anbaupläne von Kanzlerin Sabine König vorgestellt.

Mit gerademal 28 Studierenden startete die Hochschule der Diakonie Neuendettelsau ihren Betrieb in der ehemaligen Schickedanz-Villa im Winter-Semester 2012/2013. Mittlerweile sind mehr als 200 Studenten und Studentinnen an der staatlich anerkannten privaten Hochschule eingeschrieben und der Ansturm lässt nicht nach. Grund genug, sich Gedanken über eine Erweiterung zu machen, zumal das derzeitige Gebäude nicht über genügend Räume verfügt.
So sollen bis 2017 zwei würfelförmige, über die verglaste Aula miteinander verbundene Erweiterungsbauten entstehen, die sich - so die Vorgabe von Seiten der Stadt - der Villa baulich unterwerfen sollen. Dies sei gegeben waren sich Architekt Gerhard Guggenberger, Fürths Baureferent Joachim Krauße und der Landschaftsplaner des Südstadtparks, Gerd Aufmkolk, einig.
Die rund 100.000 Quadratmeter große Parkfläche würde sich durch den Neubau nur geringfügig verkleinern, so die Meinung der Experten. Hochschule und die nahe gelegene Musikschule würden mit den Neubauten nur rund vier Prozent der Grünanlage beanspruchen.
Der Anbau, so Krauße, sei übrigens der WLH bereits vor der Ansiedlung zugesichert worden. Der Baureferent betonte aber auch: „Das Ende der Baumaßnahmen im Park ist damit jedoch erreicht.“
Trotz dieser Versicherung stieß der geplante Neubau nicht nur auf Zustimmung. Neben einigen arg besorgten Anwohnern und dem Bund Naturschutz, meldeten sich auch die Grünen zu Wort. Zwar begrüße man grundsätzlich die positive Entwicklung der Hochschule. Doch sehe man „den Erweiterungsanbau innerhalb des Parkgeländes als äußerst problematisch“. Es werde öffentlicher Raum, bestimmt für die Allgemeinheit zur Naherholung, aufgegeben, so Stadträtin Waltraud Galaske. Sie sieht eine wichtige Grünfläche der Stadt bedroht. Deren Wert für die Menschen in der Großstadt werde offensichtlich nicht erkannt, so die Grünen-Politikerin. Deshalb müssen alternative Standorte noch hinreichend geprüft werden, fordert Galaske.
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