Indische Ordensschwestern im Kreiskrankenhaus St. Anna

Die Ordensschwestern Princy, Sija und Rose (v.l.n.r.). Foto: oh

HÖCHSTADT (pm/mue) - Frischer Wind fürs Kreiskrankenhaus: Drei indische Schwestern der „Herz Jesu Kongregation“ unterstützen seit dem 1. Juli die Pflege im Kreiskrankenhaus St. Anna in Höchstadt. Erstmals seit 1983 gibt es hier überhaupt wieder Ordensschwestern – seinerzeit hatten Niederbronner Schwestern Patienten gepflegt.


Den Kontakt zum Orden in Mangalore im südwestindischen Bundesstaat Karnataka stellte Dekan Kilian Kemmer über den Baiersdorfer Pfarrer Monsignore Matthew Killiroor her. Killiroor stammt aus Karnatakas Nachbarbundesstaat Kerala, für die Erzdiözese Bamberg pflegt er Kontakte in seine Heimat. Die drei Schwestern haben eine Krankenpflegeausbildung abgeschlossen und sich auf ihre Arbeit in Höchstadt mit Sprachkursen in Indien und Deutschland vorbereitet. Im Waldkrankenhaus haben sie erste Erfahrungen in einer deutschen Klinik gesammelt. „Die drei Schwestern sind eine absolute Bereicherung für unser Haus. Sie sind überaus sympathisch und motiviert. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist unkompliziert und patientenzugewandt“, beschreibt Pflegedienstleiterin Bianca Dotterweich die ersten gemeinsamen Tage.

„Es ist heutzutage selten, wenn Ordensschwestern in einem nicht-konfessionellen Krankenhaus wirken. Ich danke Dekan Kilian Kemmer und Pfarrer Matthew Kiliroor für ihre Unterstützung“, so Landrat Alexander Tritthart. Auch Caritas-Geschäftsführer Marcus Beck dankte er – der Caritasverband Erlangen-Stadt und der Landkreis Erlangen-Höchstadt übernehmen die Gestellungsverträge für die Schwestern und kümmern sich um sie. Markus Beck hat bereits viele positive Erfahrungen mit Einsätzen indischer Schwestern in Caritas-Einrichtungen gemacht; im Laufe des Jahres sollen noch zwei weitere im Kreiskrankenhaus anfangen.
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