Stadt Heideck will systematisch ihre Attraktivität steigern

Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Arbeitskreisen sowie die beauftragten Fachplaner arbeiteten rund ein Jahr am Städtebaulichen Entwicklungskonzept. (Foto: © Stadt Heideck)

HEIDECK (pm/vs) - Die Stadt Heideck hat mit einer kürzlich stattgefundenen Informationsveranstaltung das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK) offiziell abgeschlossen und der Öffentlichkeit die daraus entstandenen Ergebnisse vorgestellt.

Neben den Fachplanungsbüros waren nahezu alle Arbeitskreismitglieder anwesend und präsentierten ihre Arbeiten in der gut gefüllten Stadthalle.
Architekt Jörg Schwarz, der die Koordination des Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes leitete, gab zunächst einen Rückblick auf das im Mai 2016 gestartete Projekt. Bürgermeister Ralf Beyer gab sich sehr zufrieden mit den ausgearbeiteten Ergebnissen: „Ich freue mich, dass gerade von den Ehrenamtlichen so viele Vorschläge eingegangen sind”.
Im Handlungsfeld Städtebau zeigte gab Planerin Susanne Moser-Knoll eine Bestandsaufnahme: „Heideck hat gut genutzte Fußwege und Gebäude mit Fernwirkung”, erklärte Moser-Knoll, aber auch Flächen, „an denen man noch etwas tun kann”. Anschließend wurden Lösungsansätze dargestellt, wie eine mögliche Entwicklung aussehen kann. Hierunter zählt beispielsweise die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten im Südwesten und Osten der Stadt.

Lucia Ermisch zeigte in einer Bilderschau Positiv- sowie Negativbeispiele im Stadtgebiet. Im Handlungsfeld Freiraum legte sie den Fokus auf die Renaturierung der Kleinen Roth. Auch die Alleestraße wurde mit einem Fuß- und Radweg beplant und als Vorschlag dargestellt. Als mittelfristige Maßnahme sieht Ermisch die Umgestaltung des Festplatzes und die Errichtung von Parkflächen in der Altstadt.

Der themenverwandte Arbeitskreis wurde durch Robert Kaminsky vertreten. Die Arbeitsgruppe stellte heraus, dass beispielsweise ein Verkehrsleitsystem und ein Fuß- und Radweg entlang der Kleinen Roth eine Bereicherung für die Stadt sein könnten. Als besonders wichtig nannte Kaminsky die Sanierung im Denkmalschutz- beziehungsweise Ensemble-Bereich und präsentierte Beispiele zu Sanierungsmöglichkeiten aus anderen Gemeinden. Als oberstes Ziel stellte die Arbeitsgruppe heraus, dass die Bereitschaft zur eigenen Sanierung oder zum Verkauf von der Stadtverwaltung gefördert und unterstützt werden müsse.
Das Handlungsfeld Verkehr wurde von Erwin Christofori bearbeitet. Er stellte Ideen für Geschwindigkeitsbeschränkung in der Hauptstraße, ein Verkehrs- und Parkleitsystem, den Radwegeausbau sowie barrierefreie Gehwege vor.
Andreas Hacke bewertete den Einzelhandel in Heideck. Dabei stellte er heraus, dass es drei Einkaufs-Schwerpunkte gebe: das Gelände um die Norma, der Netto-Markt und die Altstadt. Daraus leitete er ab, dass es dringend notwendig sei, die Straßenräume in und um die Hauptstraße zu gestalten. “Sogenannte Frequenzstifter wie die Raiffeisenbank, die Bäckerei und die Metzgerei am Marktplatz müssen unbedingt erhalten bleiben”, so Hacke. Aus Sicht der Kaufkraft könnte die Stadt Heideck die Ansiedlung eines Lebensmittel-Vollsortimenters gut vertragen.

Karin Halbig stellte die Ergebnisse des Arbeitskreises Handel und Gewerbe vor. Dabei ging sie verstärkt auf die Umnutzung des Munitionsdepots in Laffenau ein. „Diese Fläche muss unbedingt genutzt werden”, so die Sprecherin. Auch könne sie sich eine Privatschule vorstellen, die beispielsweise die Auszubildenden im Bäckerhandwerk beschult. Und auch der Schlossberg ist aus Sicht des Arbeitskreises touristisch nicht erschlossen.
Im Arbeitskreis Kultur, Soziales und Bildung erarbeitete Monika Kauderer mit ihrem Team die Vorschläge, das Freibad künftig auch Frühschwimmern zur Verfügung zu stellen. Weiter stehen Veranstaltungen wie beispielsweise ein Kinderfaschingszug und mehr klassische Konzerte auf der Agenda. Für die Jugend soll ein Raum geschaffen werden, der in Form eines Vereins betreut werden könnte. Für Schüler könnten in der Schule kostenfreie Musikkurse angeboten werden.
Diese und weitere Vorschläge werden nun in Form von Prioritätenlisten für die einzelnen Fachbereiche gebündelt dem Stadtrat übergeben, der sich künftig an diesen Themen orientieren und die wichtigsten Punkte weiterführen kann.
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