Versuchte Erpressung bei virtueller Bewerbung - Warnhinweis

ANSBACH/ NEUSTADT a. d. AISCH (ots) - Im Laufe der letzten Wochen wurden mehrere Unternehmen in den Landkreisen Ansbach und Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim Ziel von Computer-Sabotage. Die Ansbacher Kriminalpolizei warnt vor falschen Bewerbungen.

In allen Fällen meldeten sich potentielle Bewerber bei den mittelständischen Unternehmen per E-Mail. In der E-Mail war jeweils ein Link enthalten, welcher auf die eigentlichen Bewerbungsunterlagen führen sollte. Durch diesen Link wurde jedoch anstatt der Bewerbungsunterlagen eine Schadstoffsoftware ("Chimera Ransomware") auf dem Rechner des jeweiligen Unternehmens heruntergeladen und dadurch Dateien verschlüsselt.

Weiterhin wird der Nutzer mit einer Nachricht aufgefordert einen gewissen Betrag in der virtuellen Währung "Bitcoin" zu entrichten. Sollte der Nutzer dieser "Zahlungsaufforderung" nicht nachkommen würden die betroffenen Dateien nicht mehr entschlüsselt und Daten des Unternehmens öffentlich preisgegeben.

Die Kriminalpolizei rät betroffenen Unternehmen, wie in den vorliegenden Fällen geschehen, auf keinen Fall auf die Zahlungsforderungen einzugehen und sofort Anzeige zu erstatten. Weiterhin empfiehlt es sich möglichst täglich ein "Backup" zu erstellen. So kann einem Datenverlust vorgebeugt werden. Nehmen Sie Abstand von Bewerbungsunterlagen, welche nur von einem Onlinespeicher abgerufen werden können.

In den vorliegenden Fällen ermittelt das zuständige Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei wegen versuchter Erpressung und Computer-Sabotage.

Quelle: Michael Petzold Polizeipräsidium Mittelfranken
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