2000 Jahre Geschichte „live“

 

Von Römern, Kaisern und Bürgern

Das römische Biriciana und das mittelalterliche Uuizinburc haben viel aus ihrer Geschichte zu erzählen, schließlich beginnt diese vor knapp 2000 Jahren. Von den Römern gegründet, als Königshof von Karl dem Großen besucht und als freie Reichsstadt bis 1802 nur dem Kaiser unterstellt, bietet Weißenburg seinen Besuchern Sehenswertes aus allen Epochen.

Weißenburg am Limes
Als um 100 n. Chr. die Römer nach Mittelfranken kamen, bauten sie beim heutigen Weißenburg ein großes Kastell für 500 Reitersoldaten. Über 150 Jahre dauerte die Herrschaft der Römer – und sie hinterließ einige Spuren! Im RömerMuseum ist der bedeutendste Römerschatz Deutschlands ausgestellt. Über einhundert Gegenstände, darunter Götterfiguren und spektakuläre Reitermasken, umfasst der Schatzfund. Präsentiert wird er, zusammen mit einer Ausstellung zum Leben am Limes, im neu gestalteten und barrierefrei ausgebauten RömerMuseum. Hier ist auch das Bayerische Limes-Informationszentrum untergebracht, das den Besuchern kostenlos alles Wissenswerte zum UNESCO-Welterbe Limes näherbringt. Der Schatzfund wurde nahe den Römischen Thermen gemacht. Als eine der am besten erhaltenen römischen Badanlagen Süddeutschlands wurde diese nach ihrer Ausgrabung mit einem Schutzbau versehen und ist mit seinem Besucherzentrum und dem Doku-Drama „Macht, Pracht, Unter- gang“ das Tor zum römischen Weißenburg.



Tauchen Sie ein in die römische Epoche
In die Zeit der Römer lässt man sich am besten mit einer Führung versetzten. Für Kinder sind Aktionen buchbar. Hier werden römische Alltagsgegenstände wie Schuhe, Spiele oder Gewandspangen hergestellt. Selbst einmal Römer sein oder den Truppen bei Parade und Kampfübungen zuschauen, auf dem römischen Markt einkaufen und den Handwerkern über die Schulter sehen - bei Ferienprogrammen oder beim Römerfest Biriciana im September ermöglicht das Kastellgelände mit rekonstruiertem Nordtor einen Zeitensprung.



Lebendiges Mittelalter in der freien Reichsstadt
Gräber aus dem frühen Mittelalter zeigen, dass es schon sehr bald nach dem Fall des Limes wieder eine Siedlung bei Weißenburg gegeben haben muss. Es wird vermutet, dass Kaiser Karl der Große während der Bauarbeiten am Karlsgraben in Weißenburg am Königshof, heute der Platz „Am Hof“, residierte und die Arbeiten überwachte. Den Status als freie Reichsstadt erlangte man spätestens 1338. Die aufblühende Stadt war somit direkt dem Kaiser Untertan. Auf die Schenkung des Stadtwaldes gründete sich der Wohlstand, der mit regen Bautätigkeiten einherging. Viele Gebäude wie die Andreaskirche stammen noch aus dieser Zeit oder besitzen im Kern spätmittelalterliche Grundmauern. Lassen Sie sich vom Zauber der Altstadt, den Fachwerkhäusern und Plätzen einfangen. Genießen Sie schöne Stunden bei einem Spaziergang entlang der hervorragend erhaltenen Stadtmauer oder bei einer Führung zu den wichtigsten Baudenkmälern Weißenburgs wie dem gotischen Rathaus am Marktplatz. Im ReichsstadtMuseum wird die Geschichte der Reichsstadt greifbar. Hier erfahren Sie, wie sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte entwickelte und wie die Selbstverwaltung der Bürgerschaft funktionierte.

Die Wülzburg – wehrhafter Bau mit traumhafter Aussicht
Hoch oben über Weißenburg liegt die Wülzburg. Als Festung des Ansbacher Grafen ab 1588 errichtet kontrollierte Sie die Grenze zwischen der Grafschaft und der freien Reichsstadt. Heute ist sie als Ausflugsziel geschätzt. Die Bastionen bieten einen wunderschönen Ausblick in die Umgebung und ein Rundweg um die Festung lässt die Ausmaße des Bauwerks erkennen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.