Auf den Spuren des Rokoko

 

Die mittelfränkische Residenzstadt Ansbach


Begrenztes Budget? Haushaltskürzungen? – Für die einstigen Markgrafen von Ansbach waren solche Probleme, mit denen sich die Regierenden von heute herumschlagen müssen, eine geradezu lachhafte Vorstellung.
Über viele Jahrhunderte lag das Geschick der mittelfränkischen Stadt in den ziemlich verschwenderischen Händen der Fürsten von Hohenzollern, die in ihrer Residenzstadt prachtvoll bauen ließen. Der Hofgarten mit Orangerie oder die prächtige Markgräfliche Residenz sind nur einige Beispiele dafür.

Ein Tag oder ein Wochenende in der Hohenzollernresidenz
„Die glanzvollen Spuren der Vergangenheit zeigen sich noch an vielen Stellen“, weiß Alexander Biernoth, langjähriger Gästeführer in Ansbach. Biernoth empfiehlt deshalb vor allem einen Spaziergang durch die Altstadt mit ihrem geschlossenen historischen Stadtbild. Wer noch mehr über die 1.250 Jahre lange, wechselvolle Geschichte der Residenzstadt erfahren möchte, der sollte an einer der regelmäßigen öffentlichen Führungen teilnehmen. Der Rundgang führt vorbei an barocken Fassaden und durch versteckte Innenhöfe im Renaissancestil. Weitere Stationen sind der Stadtfriedhof mit dem Grab des berühmten Kaspar Hauser, die Fürstengruft mit 25 Sarkophagen und die barocke Synagoge.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Ansbachs gehört natürlich die Markgräfliche Residenz, deren 27 Prunkräume den originalen Glanz vergangener Zeiten ausstrahlen. Zu deren Hauptattraktionen zählen der doppelgeschossige Festsaal, das Spiegelkabinett sowie der Kachelsaal mit rund 2.800 Fliesen aus der ehemaligen Ansbacher
Fayencemanufaktur.
Näheres zu den Markgrafen (und zu Kaspar Hauser) erfahren die Besucher im Markgrafenmuseum. Nicht verpassen sollte man aber auch die evangelisch-lutherische Pfarrkirche Sankt Gumbertus mit ihrer Drei-Turm-Fassade, das unter Markgraf Carl Wilhelm Friedrich Brandenburg-Ansbach entstandene Herrieder Tor und die Synagoge in der Rosenbadstraße, eine der bedeu­tendsten original erhaltenen barocken Synagogen in Süddeutschland.
Wer sich bei soviel Kultur lieber kulinarischen Themen zuwenden möchte, dem sei die Ansbacher Bratwurstführung empfohlen. Im Rahmen der einmal monatlich (April bis November) angebotenen Führung erfahren Sie mehr über die Herstellung und Herkunft der fränkischen Spezialität und die Gastronomietradition der Stadt. Zum Abschluss der Führung kehren Sie in einer typischen Gaststätte ein, um in aller Ruhe ein paar gebratene oder saure Bratwürste zu genießen.

Rokoko-Festspiele
Nicht verpassen sollten Sie aber auch die Rokoko-Festspiele am ersten Juliwochenende. Wenn sich die Dämmerung über den Hofgarten senkt, kostbare Stoffe rascheln und die Hoffräulein ihre vornehme Blässe, gepuderte Perücken und Reifröcke präsentieren, erwacht das 18. Jahrhundert vor authentischer historischer Kulisse zu neuem Leben. Später am Abend spiegelt sich dann das bunte Feuerwerk in den zahllosen Fenstern der Orangerie.

Aquella Freizeitbad
Für Einheimische wie Besucher der Stadt bietet das „Aquella Freizeitbad“ den perfekten Rahmen für ein paar abwechslungsreiche und entspannende Stunden. Während sich die Jüngsten beim Planschen, oder auch bei ausgelassenen Wasserspielen vergnügen, wartet auf die Größeren ein vielfältiges Angebot rund um Entspannung, Spaß und Action: Vom Schwimmbecken über das Wellenbad und den Strömungskanal bis hin zu der 73 Meter langen Rutsche – hier bleibt kein fröhlicher Freizeitwunsch unerfüllt.
Und wer Körper und Seele gleichermaßen etwas Gutes tun will, für den gibt es im „Aquella“ einen großzügigen Saunabereich mit Innen- und Außensaunen, Caldarium, Tepidarium, Solarium, Salzsauna und Infrarotkabine. Zwischen den Saunagängen lädt dann ein gemütlicher Saunagarten zum Entspannen ein.
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