Bindeglied: Pferd und Reiter

 

Was beim Sattelkauf in jedem Fall zu beachten ist


Dem Sattel kommt als Bindeglied zwischen Pferd und Reiter eine ganz entscheidende Bedeutung zu. Denn Passform und Tragekomfort entscheiden nicht zuletzt darüber, ob die Belastungen durch das Reitergewicht richtig verteilt werden und das Pferd somit vor gesundheitlichen Schäden bewahrt bleibt.

Wird der Reiter durch den Sattel nämlich an die falsche Position gesetzt oder werden gar Sitzfehler provoziert, so kann das Pferd massive Schäden davon tragen. Bei der Wahl des passenden Sattels muss also immer das gesamte Team Pferd/Reiter betrachtet werden. Außerdem sollte man unbedingt mehrere Modelle testen und verschiedene Sättel auf dem Pferd Probe reiten, um den für Pferd und Reiter passenden Sattel herauszufinden. Gegebenenfalls hilft bei der Entscheidung auch eine Videoaufnahme, die das Reiten mit unterschiedlichen Sätteln dokumentiert.
Wichtig ist beim Kauf eines Sattels nicht nur, dass die korrekte Passform für das Pferd berücksichtigt wird. Ebenso entscheidend ist auch, dass der Reiter nicht zu kurz kommt. Denn jeder Mensch ist in seiner Anatomie und Haltung einzigartig. Allein schon das Geschlecht spielt eine große Rolle, denn Frauen und Männer haben unterschiedliche Becken. Weitere Variablen sind die Rückenhaltung, Wirbelsäule, Poform, Beinlänge und das Verhältnis zwischen Ober- und Unterschenkel. Darüber hinaus darf der Sattel eventuelle körperliche Probleme, beispielsweise eine Neigung zum Hohlkreuz, oder auch antrainierte Reiterfehler nicht auch noch verstärken.
Hier einige wichtige Beurteilungskriterien die beim Sattelkauf in jedem Fall berücksichtigt werden sollten:
• Reiten soll sich einfach und leicht anfühlen. Dafür ist die korrekte Stellung des Beckens von entscheidender Bedeutung – wünschenswert ist ein aufgerichtetes gerades Becken.
• Nicht minder wichtig ist die Position der Beine und Knie. Oftmals sind Fehlhaltungen des Beines nicht nur in ungeeigneten Pauschen begründet, sondern beginnen bereits weiter oben – zum Beispiel wenn der Sattel in seiner Taille für den Reiter zu breit geschnitten ist.
• Wichtig ist auch die bereits eingangs angesprochene Frage: Wohin wird der Reiter durch den Sattel gesetzt? Sitzt er vorne, auf dem ruhigsten und schonendsten Punkt des Pferderückens oder wird er immer wieder nach hinten geschoben und stört so das Pferd in der Bewegung?
• Oberste Priorität bei der Auswahl hat der Umstand, dass der Sattel für den Reiter angenehm zu sitzen sein muss. In keinem Fall darf er drücken, unkomfortabel wirken oder gar Schmerzen verursachen. Dies darf allerdings nicht zu Lasten des Pferdes gehen. Manche Sättel setzten den Reiter lässig „wie auf ein Sofa“, wodurch der Reiterschwerpunkt so weit nach hinten verschoben wird, dass das Pferd Probleme mit der Balance bekommen kann.

Sattelberaterin Xenia Brunk
Unter dem Motto „Verleihen Sie Ihrem Pferd Flügel!“ hat es sich die Sattelberaterin Xenia Brunk zur Aufgabe gemacht, den optimalen Sattel für Reiter und ihr Pferd zu finden und so die bestmögliche Verbindung zwischen Tier und Mensch herzustellen. Das reicht von der Erstberatung über eine Passformüberprüfung und den Sattelverkauf (aus dem „Sattelmobil“ direkt bei Ihnen vor Ort) bis hin zu einer individuellen Sattelanpassung.
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