Cramer-Klett-Park

Marionettentheater im klassizistischer Apollotempel


Der Cramer-Klett-Park, der östlich des Nürnberger Zentrums vom Laufertorgraben im Westen und der Äußeren Cramer-Klett-Straße im Norden begrenzt wird, wurde im 19. Jahrhundert von der Industriellenfamilie Cramer-Klett rund um ihre repräsentative Villa herum angelegt. In der Parkanlage wurde 1823 der klassizistische Apollotempel, ein überkuppelter Rundbau mit Vorbau errichtet.
1929 erwarb die Stadt Nürnberg den Park und machte die etwa vier Hektar große Grünanlage – zumindest für kurze Zeit – der Öffentlichkeit zugänglich. Denn in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft bezog Julius Streicher, der Gauleiter für Franken und Herausgeber des antisemitischen Hetzblattes „Der Stürmer“, die Villa und ließ den Park wieder schließen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die stark zerstörte Villa dann abgerissen, so dass heute nur noch der Apollotempel erhalten ist.
In diesen zog – im Rahmen der Neugestaltung des Parks – Anfang der 60er Jahre das Nürnberger Marionettentheater ein, das im Winterhalbjahr mit reizvollen Inszenierungen sowohl ein kleines als auch ein erwachsenes Publikum unterhält und sich auch durch einen Brand, bei dem im Jahr 2000
50 Marionetten und zahlreiche Kulissen ein Raub der Flammen wurden, nicht in seinem Tatendrang stoppen ließ.
Wem es im Cramer-Klett-Park zu beschaulich zugeht, der hat die Gelegenheit auf den 28 Bahnen der nahe gelegenen Bowling-World eine ganz und gar nicht ruhige Kugel zu schieben.
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