Das Männleinlaufen

Jeden Tag um Punkt zwölf Uhr gibt es das Schauspiel zu bestaunen

Tag für Tag versammeln sich zur Mittagsstunde viele Schaulustige, Einheimische und Besucher aus aller Welt auf dem Hauptmarkt und blicken empor zum westlichen Giebel der Frauenkirche. Punkt zwölf Uhr gibt es dort ein Schauspiel zu bestaunen, das im Volksmund „Männleinlaufen“ genannt wird.
Die prächtige Kunstuhr der Frauenkirche war im Jahr 1509 gefertigt worden. Bei den „Männlein“, die beim Zwölf­uhr-Läuten auftreten, handelt es sich um die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier, den König von Böhmen, den Herzog von Sachsen, den Pfalzgraf bei Rhein und den Markgraf von Brandenburg. Nach einem kurzen Vorspiel, bei dem zwei Fanfarenbläser, ein Flötenspieler, ein Trommler sowie die Büsten von zwei Ausrufern zu sehen sind, kommen die sieben Kurfürsten aus der rechten Tür, wenden sich auf halbem Weg dem mit dem Zepter grüßenden König zu um dann in der linken Tür wieder abzutreten.
Das Schauspiel, das insgesamt dreimal durchläuft, nimmt Bezug auf den Erlass der „Goldenen Bulle“. Diese Gesetzessammlung, die Kaiser Karl IV. im Jahr 1356 auf den Hoftagen in Nürnberg und Metz verkündet hatte, regelte unter anderem die Modalitäten der Wahl und der Krönung der römisch-deutschen Könige durch die Kurfürsten. Die „Goldene Bulle“, die einen zentralen Baustein der Reichsverfassung darstellte, hatte 450 Jahre lang bis zum Ende des Alten Reiches 1806 Gültigkeit.

Restaurant Oberkrainer
Auf der gegenüberliegenden Seite des Hauptmarktes lädt, mit herrlichem Blick auf Frauenkirche und Männleinlaufen, das gemütliche Restaurant „Oberkrainer“ seine Gäste ein. Dessen Angebotspalette reicht von fränkischen und internationalen Spezialitäten bis hin zu Leckereien für den kleinen Hunger, die – bei schönem Wetter – auch auf der Sonnenterrasse serviert werden. Apropos „kleiner Hunger“: Selbstverständlich gibt es im „Oberkrainer“ auch speziell auf die Wünsche der reiferen Gäste abgestimmte Seniorenportionen.
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