Das sollten Sie rechtzeitig regeln

 

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Bestattungsvorsorgevertrag


Viele von uns machen sich zu Lebzeiten wenige Gedanken über ihren eigenen Tod. Das ist einerseits nachvollziehbar, denn es fällt nicht leicht, sich mit seinem Tod, mit seiner eigenen Vergänglichkeit ausein­anderzusetzen. Andererseits ist der Tod jedoch ein untrennbarer Bestandteil unseres Lebens. Gerade indem wir uns aktiv mit den unterschiedlichen Aspekten des eigenen Ablebens beschäftigen, fällt es uns Schritt für Schritt leichter, unsere eigene Vergänglichkeit zu akzeptieren. Darüber hinaus sorgt eine rechtzeitige Beschäftigung mit dem Thema dafür, dass unsere nächsten Verwandten, die bei einem gesundheitlichen Krisen- oder Todesfall ohnehin emotional sehr belastet sind, nicht mit vielen Problemen konfrontiert werden, die bei rechtzeitig getroffenen Vorsorgemaßnahmen nicht aufgetreten wären.
Mit Hilfe einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht zum Beispiel können Verfügungen für den Fall getroffen werden, dass der Betroffene selbst auf Grund einer schweren Krankheit nicht mehr in der Lage ist, seine Wünsche zum Ausdruck zu bringen.

Patientenverfügung
In der Patientenverfügung kann beispielsweise festgelegt werden, welche lebensverlängernden Maßnahmen der Patient wünscht, beziehungsweise welche er oder sie ausschließen möchte. Da es dabei um wichtige Entscheidungen zu Krankheitsbildern und den entsprechenden medizinischen Behandlungsmethoden und -möglichkeiten geht, ist es in jedem Fall angesagt, sich bei deren Verfassen genau zu informieren und fachkundig beraten zu lassen.
Nach der geltenden Rechtslage muss die Patientenverfügung in Schriftform verfasst sein. Mündlich erklärte Patientenverfügungen sind allerdings nicht automatisch ungültig. Nach § 1901b Abs. 2 BGB „soll nahen Angehörigen und sonstigen Vertrauenspersonen des Betreuten Gelegenheit zur Äußerung gegeben werden, sofern dies ohne erhebliche Verzögerung möglich ist.“ Kann der Verfasser der Patientenverfügung keine nachvollziehbare Unterschrift mehr leisten, muss ein Notar das Handzeichen beglaubigen (§ 126 BGB). Wer gar nicht schreiben kann, ist auf eine notarielle Beurkundung angewiesen (§ 129 BGB, § 25 Beurkundungsgesetz).

Vorsorgevollmacht
Mit der Vorsorgevollmacht können rechtliche Aspekte (Vermögensverwaltung, das Führen von Rechtsgeschäften...) geregelt werden. Die Vorsorgevollmacht gibt dem Bevollmächtigten das Recht, an Stelle des nicht mehr entscheidungsfähigen Vollmachtgebers wichtige Entscheidungen zu treffen. Aus diesem Grund setzt eine Vorsorgevollmacht unbedingtes und uneingeschränktes persönliches Vertrauen zum Bevollmächtigten voraus und sollte nur nach gründlicher Abwägung erteilt werden.

Bestattungsvorsorgevertrag
Mit einem Bestattungsvorsorgevertrag kann man seinen Liebsten viel Arbeit abnehmen und gleichzeitig bereits zu Lebzeiten die eigene Bestattung regeln. Der Vertrag wird mit einem Bestattungsunternehmen der eigenen Wahl – beispielsweise mit „Bestattungen Sülzen“ in Erlangen und Baiersdorf – abgeschlossen und beinhaltet alle Details, von dem Friedhof, auf dem man bestattet werden möchte, über die Details zur Bestattungs- und Grabart bis hin zur Gestaltung der Trauerfeier und des Grabmals. Wie präzise der Vertrag ausformuliert werden soll, kann dabei jeder selbst entscheiden.

Und sonst...?
Um den Angehörigen keine finanziellen Belastungen aufzubürden ist es sinnvoll, Maßnahmen zur finanziellen Absicherung für den eigenen Todesfall zu treffen. Dies kann zum Beispiel eine Lebens- oder Sterbeversicherung sein.
Alle wichtigen Dokumente sollten darüber hinaus in einer Mappe gesammelt sein, damit den Hinterbliebenen im Falle des Falles langwieriges Suchen erspart bleibt. Zu diesen Dokumenten gehören Ausweise, Geburtsurkunden, Sterbeurkunden des Partners/der Partnerin und Versicherungsunterlagen, dazu gehören aber auch Schlüssel zu Bankschließfächern, Vertrags- und Abounterlagen sowie – das wird leider allzu oft vergessen – Passwörter für bestimmte Computerdateien und Internetseiten, auf denen möglicherweise wichtige Daten gespeichert sind.
Diese Maßnahme erspart den Hinterbliebenen aufwändige Sucherei aber auch finanziellen Schaden, der durch unklare Zahlungsverpflichtungen und daraus resultierende rechtliche Schwierigkeiten entstehen kann.
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