Der Kellerberg in Forchheim

Nicht nur zum Annafest ein Muss für Bierliebhaber


Bierfreunde, denen es im Sommer in der Stadt zu heiß wird, gehen in Forchheim nicht in den Keller sondern „nauf auf’n Keller“. Hinauf auf den Kellerberg mit seinen 23 Kellerwirtschaften (neun von ihnen haben allerdings nur zum Annafest geöffnet). Die aus dem Rhätsandstein gehauenen Keller waren in früheren Zeiten als Lager für Wein, Bier und Lebensmittel genutzt worden und laden heute mit süffigem Bier und einer deftigen fränkischen Brotzeit zur Einkehr ein.
Von der Stadt aus ist der östlich gelegene Kellerberg mit seinem weitverzweigten, bis auf das 16. Jahrhundert zurückgehenden Kellersystem in einer halben Stunde zu erreichen. Wer mit dem Auto kommt, kann einen der zahlreichen Parkplätze am Fuß des Berges nutzen, muss sich dann aber beim Bierkonsum leider einschränken – und das ist nicht leicht, bei dem leckeren Angebot an Forchheimer und fränkischen Bieren.
Genossen wird der kellerfrische Gerstensaft unter dem dichten Blätterdach von zum Teil bis zu 200 Jahre alten Eichen und Buchen auf drei „Etagen“ die sich über den Hang erstrecken. Einige der traditionell eingerichteten Kellerwirtschaften sind mittlerweile ganzjährig geöffnet. Den ganzen Charme des Forchheimer Kellerberges kann man jedoch am besten im Sommer genießen, wenn er sich mit seinen rund 30.000 Sitzplätzen in den wohl weltweit größten Biergarten verwandelt.
Da nimmt es kaum Wunder, dass die Forchheimer pünktlich zum Feierabend hinauf auf „ihren“ Keller ziehen, um bei Rettich, Käse und Bratwürsten und selbstverständlich einem erfrischenden „Seidla“ den Tag ausklingen zu lassen und das Leben unter freiem Himmel oder in einer der traditionell eingerichteten Wirtschaften zu genießen.

175 Jahre Annafest
Seinen alljährlichen Höhepunkt erlebt der Forchheimer Kellerberg beim Annafest, das in diesem Jahr auf eine 175 Jahre lange Geschichte zurückblicken kann. Vom 24. Juli bis zum 3. August 2015 lockt das Fest, das aus einer Verbindung des Schützenfests der königlich priveligierten Schützengesellschaft und der Annawallfahrt zurückreicht. Traditionell begaben sich die frommen Forchheimer am 26. Juli auf ihre Wallfahrt ins Annakirchlein nach Unterweilersbach. Auf dem Rückweg machten die Pilger am Kellerberg Rast und trafen sich mit ihren Angehörigen. Daraus entwickelte sich im Lauf der Zeit ein Volksfest mit einzigartigem Charakter, das Jahr für Jahr unzählige Besucher aus der gesamten Metropolregion anlockt. Und während sich die einen bei frischem Bier, fränkischen Leckereien und zünftiger Musik einen fröhlichen Tag gönnen, erfreuen sich die anderen bei einem bunten Festtreiben mit Riesenrad, Kinderkarussell und anderen Fahrgeschäften.
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