Der Tanztee lebt!

Auch in Nürnberg wird die Tradition dieses gesellschaftlichen Events gepflegt


Der Tea dance oder Thé dansant war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England als private nachmittägliche Gesellschaft eingeführt worden. Er begann üblicherweise zur Teezeit um 17.00 Uhr und endete nach etwa eineinhalb Stunden. Bei dieser Gelegenheit wurde nicht nur getanzt, sondern wurden – wohl nicht zuletzt, um die Pause bis zum Dinner zu überbrücken – auch Tee und Appetithäppchen gereicht. Im England des 19. Jahrhunderts war der Tanztee darüber hinaus eine zwanglose Möglichkeit für junge Leute, Gleichaltrige des anderen Geschlechts kennenzulernen. Auch im 20. Jahrhundert war der Tanztee noch bis zum Zweiten Weltkrieg äußerst populär.
Seinen gesellschaftliche Hochphase hatte der Tanztee mit Tangomusik in den 20-er Jahren den 20. Jahrhunderts in den westlichen Teehäusern. In der Folgezeit wurde er als gesellschaftliche Ereignis aber mehr und mehr von den Cocktailpartys abgelöst. Nichtsdestotrotz gibt es den Tanztee immer noch – oder besser gesagt: wieder. Zum Beispiel im „Parks“, dem ehemaligen Stadtpark-Cafe im Nürnberger Stadtpark. Dort hat sich unter anderem auch ein bunter Mix an Tanzveranstaltungen für alle Generationen etabliert – vom Studentenpartys über den Tanz in den Mai bis hin eben zum Tanztee, der hier – entgegen der britischen Tradition – von 15.00 bis 18.00 Uhr die Gelegenheit bietet, in angenehmer Atmosphäre das Tanzbein zu schwingen und mit netten Leuten ins Gespräch zu kommen. Bei freiem Eintritt ist im Sternensaal – jeweils am 2. Sonntag im Monat – für Musik, Speis’ und Trank bestens gesorgt.
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