Diabetische Retinopathie

Erkrankung der Netzhaut des Auges auf Grund von Diabetes


Jahr für Jahr verursacht Diabetes allein bei uns in Deutschland:
28.000 Amputationen
27.000 Herzinfarkte
44.000 Schlaganfälle
und mehr als 8.000 neue Dialysefälle
Darüber hinaus erblindet alle 90 Minuten ein Mensch an den Folgen der diabetischen Retinopathie.
Bei der diabetischen Retinopathie handelt es sich um eine Erkrankung an der Netzhaut des Auges. Sie stellt bei Diabetikern die wichtigste Ursache einer Erblindung im erwerbsfähigen Alter dar. Diabetische Augenveränderungen mü̈ssen rechtzeitig erkannt werden, damit die moderne Medizin helfen und das Sehvermögen bewahrt werden kann. Aus diesem Grund sollten Diabetiker mindestens einmal im Jahr zur Untersuchung des Augenhintergrunds gehen.

Proliferative Retinopathie
Diese schwere Form der diabetischen Retinopathie ist gekennzeichnet durch eine Neubildung von krankhaften Blutgefäßen in der Netzhaut sowie im Glaskörper des Auges. Die Mangeldurchblutung der Netzhaut führt hier zur Ausschüttung von Substanzen – sogenannte VEGF-Faktoren – die die Gefäßneubildung anregen. Dadurch wachsen neue, aber minderwertigere Gefäße an verschiedenen Stellen der Netzhaut, später auch im vorderen Augenabschnitt an der Iris und im Kammerwinkel. Diese Gefäßneubildungen führen wiederum zu einer weiteren Verschlechterung der Netzhautdurchblutung.
Auf diese Weise entsteht ein Teufelskreis der dazu führt, dass unbehandelt rund 50 Prozent der betroffenen Augen innerhalb von zwei Jahren erblinden. Mit einer rechtzeitigen Laserbehandlung oder einer Operation (Vitrektomie) kann die Erblindung in der Regel verhindert werden.

Diabetische Makulopathie
Besonders beim Typ-2-Diabetes kommt es weniger häufig zu Gefäßneubildungen als vielmehr zu Fleckblutungen und Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut. Dies betrifft besonders den Bereich der Makula, die Stelle des schärfsten Sehens. Auch hier spielen die VEGF-Faktoren eine wichtige Rolle.
Bei der diabetischen Makulopathie empfiehlt sich eine frühzeitige und gezielte Laserbehandlung. Auf diese Weise kann das Risiko einer weiteren Sehverschlechterung halbiert werden. Eine Sehverbesserung ist dagegen nur in wenigen Fä̈llen erreichbar. Daher sollte die Laserbehandlung durchgeführt werden, bevor eine drastische Verminderung des Sehvermögens durch die diabetische Makulopathie eingetreten ist.

Die Vorbeugung und aktuelle Behandlung von Erkrankungen der Netzhaut auf Grund von Diabetes sind ein Aspekt im Behandlungsspektrum der Maximilians-Augenklinik in Nürnberg. Ein erfahrenes Ärzte- und Pflegeteam, modernste Technologien sowie innovative Behandlungsformen ermöglichen es dort, alle Fachgebiete der Augenheilkunde kompetent abzudecken – von der exakten Diagnostik bis hin zu einer individuell abgestimmten Behandlungsmethode.
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