Die Füße in den richtigen Händen

Erst seit 2002 wird das Berufsbild des Podologen rechtsverbindlich geregelt


Der menschliche Fuß ist ein Kunstwerk aus 26 Knochen, 107 Bändern und 19 Muskeln“ – dieser Satz wird einem Mann zugeschrieben, der sich auch sonst sehr gut mit Kunst und Kunstwerken auskannte und im Bereich der Anatomie umfangreiche Studien unternommen hatte: Leonardo da Vinci.
Mit dem „Kunstwerk Fuß“ beschäftigt sich ein Berufsstand, dessen Wurzeln zwar bis in die Antike zurückreichen – bereits im zweiten vorschristlichen Jahrtausend wurden im „Papyrus Eber“ Hühneraugen und ihre Behandlung erwähnt –, der aber erst seit jüngster Zeit über ein klar definiertes Berufsbild verfügt. Mit dem Podologengesetz, das im Januar 2002 in Kraft trat, ist nun gewährleistet, dass die manchmal arg geschundenen Füße endlich in die richtigen Hände kommen.
Noch im Mittelalter gehörte die Behandlung von Fußleiden – wie auch das Zahnbrechen oder das Schröpfen – zum Betätigungsfeld der Bader. Diese galten weithin als rechtlos und gehörten nur in wenigen Städten den Handwerkszünften an. Auch in den darauf folgenden Jahrhunderten wurde den Fußspezialisten – zumindest hier bei uns in Deutschland – weitgehend Misstrauen entgegengebracht, während fußpflegerische Berufe beispielsweise im England des 17. Jahrhunderts bereits ein gewissen Ansehen erlangten. Die traditionellen Einsatzgebiete dieser frühen Fußspezialisten waren die Behandlung von Hühneraugen, Warzen, eingewachsenen Nägeln und Schwielen.
Heute umfasst das Einsatzgebiet von Podologen wie Regine Ammermann, die in Nürnberg ihre Praxis unterhält, sowohl den Bereich der kosmetischen Fußpflege als auch den der medizinischen Fußbehandlung, wobei die Grenzen zwischen den beiden Bereichen nicht immer klar zu ziehen sind. Gehören Nagel- und Hautpflege sowie Fußmassagen (Klassische Massage, Reflexzonen...) eher in den Bereich der kosmetischen Fußpflege, so umfasst die medizinische Fußbehandlung beispielsweise die Behandlung von Beschwerden und Fußveränderungen, die Spangenkorrektur bei eingewachsenen Nägeln, die Zehenkorrektur, therapeutische Fußbäder oder auch das Abtragen von Hornhaut und Schwielen.
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