Die Historischen Felsenkeller

Führungen durch den Nürnberger Untergrund


Dank der großen Standfestigkeit des leuchtenden Buntsandsteins auf dem unter anderem auch die Nürnberger Burg errichtet wurde, war es bereits im Mittelalter möglich, weit ausgedehnten, labyrinthartigen, oft über mehrere Stockwerke reichenden Felsenkelleranlagen anzulegen. Über Jahrhunderte hinweg wurden so Süddeutschlands größtes Felsenkeller-Labyrinth angelegt. Ein ausgeklügeltes, dabei aber denkbar einfaches System von Belüftungs-­ schächten sorgt bis heute für eine selbsttätige Luftumwälzung in den Gewölben.
In ihrer Anfangszeit dienten die Felsenkeller überwiegend der Reifung und Lagerung von Bier – allem voran dem roten Nürnberger Stadtbier. Auch ihre erste urkundliche Erwähnung befasst sich mit dem Lagern von Bier. In einer Verordnung des Rats der Stadt vom 11. November 1380 ist nämlich zu lesen, dass jeder, der Bier brauen und verkaufen wollte, einen eigenen Keller haben beziehungsweise anlegen musste – „zehen schuch tieff und sechzehen schuch weit". Auch heute noch wird ein kleiner Teil der Felsenkeller von der Hausbrauerei Altstadthof als Bierlager benutzt.
Mit der Einführung von Kühlmaschinen verloren die Felsenkeller ihre Bedeutung für die Bierlagerung. In einem besonders dunklen Kapitel der Nürnberger Geschichte erwiesen sie sich aber dann doch noch einmal als ausgesprochen nützlich: Während der Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges fanden nämlich viele Nürnberger Bürger Schutz in den jahrhundertealten Felsenkellern unter der Stadt.

Führungen durch den
historischen Felsenkeller
Mo bis Fr täglich um 11.00, 13.00, 15.00 und 17.00 Uhr
Sa & So zu jeder vollen Stunde von 11.00 bis 17.00 Uhr
Dauer ca. 75 min.
Sonderführungen nach Bedarf
Eintritt: 5,- € für Erwachsene, ermäßigt 4,- €, Kinder unter 7 Jahren haben in Begleitung eines Erziehungsberechtigten freien Eintritt.
Sonntags werden auch Familien- und Single-Familien-Karten für
10,- € (2 Erwachsene und 4 Kinder bis 16 Jahre) bzw. 5,- € (1 Elternteil und bis zu 2 Kinder bis 16 Jahre) angeboten.

Wer sich nach einem Bummel durch die Stadt oder auch nach einer Exkursion in deren Untergrund entspannen oder mit leckeren und dabei preiswerten Gerichten stärken möchte, ist im Tag- und Nachtcafe „Treibhaus“ am Rande der Nürnberger Fußgängerzone bestens aufgehoben.
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