Die Lochgefängnisse – Justiz im Mittelalter

Der Eingang zum Alten Rathaus.
Wer sich einen Eindruck vom mittelalterlichen Leben und Treiben in Nürnberg machen möchte, der sollte unbedingt die Lochgefängnisse im Kellergewölbe des Alten Rathauses unweit des Hauptmarkts besuchen. Diese können täglich von 10.00 bis 16.30 Uhr (bis 23. Dezember) im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Bei den Lochgefängnissen handelt es sich um ein Untersuchungsgefängnis, in dem die Häftlinge bis zum Fällen ihres Urteils und dessen Vollsteckung untergebracht waren. Die Haftbedingungen waren – das wird den Besuchers sehr schnell klar – ausgesprochen grausam. So mussten die Gefangenen in den zwei mal drei Meter großen Zellen zum Teil mehrere Tage angebunden und in völliger Dunkelheit verbringen. Neben den einfachen Zellen standen auch Sonderzellen mit besonderer Ausstattung – die Stockzellen für schwere Untersuchungsgefangene, die mit einem roten Hahn beziehungsweise mit einer schwarzen Katze gekennzeichneten Strafzellen für Brandstifter und Verleumder – zur Verfügung.
Diese Zellen können ebenso wie die wegen ihrer baulichen Form „Kapelle“ genannte und mit etlichen Folterwerkzeugen ausgestattete Folterkammer, das Henkerstübchen für die letzte Mahlzeit, die Gefängnisküche und die Schmiede zur Herstellung der Fesseln im Rahmen der Führung besichtigt werden.
Der wohl bekannteste Insasse der Lochgefängnisse dürfte der Bildhauer Veit Stoß gewesen sein, dessen „Englischer Gruß“ in der Lorenzkirche zu bewundern ist und der 1503 in ein langwieriges Gerichtsverfahren wegen Urkundenfälschung verwickelt war.

Heilig-Geist-Spital
Inmitten der malerischen Nürnberger Altstadt und nur wenige Meter vom weltberühmten Christkindlesmarkt lädt das Restaurant Heilig-Geist-Spital mit seinem Weinstuben nach einem Stadtbummel oder im Anschluss an eine Führung zum stilvollen Verweilen ein.

Die ersten Gebäude dieses Spitals, in dem vom 15. bis hinein ins 18. Jahrhundert die Reichskleinodien beherbergt wurden, blicken auf eine knapp 700-jährige Geschichte zurück.
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