Eine Oase im Herzen von Johannis

Die „Hesperidengärten“ wurden nach dem Vorbild adliger Lustgärten angelegt


Die Hesperidengärten verdanken ihren Namen den gleichnamigen Nymphen aus der griechischen Mythologie. Den Töchtern des Erebos (andere Quellen nennen Hesperos oder Atlas als ihren Vater) war die Aufgabe übertragen, die goldenen Früchte eines Wunderbaumes zu bewachen.
Von dieser Sage und von den prachtvollen Lustgärten des Adels inspiriert, legten die reichen Kaufleute des Barock vor den Nürnberger Stadtmauern im heutigen Stadtteil St. Johannis nicht minder reizvolle Gartenanlagen an. Mit einer Vielzahl an Statuen und Brunnen, aber auch mit wertvollen Pomeranzen und Limonensammlungen holten sie ein Stück südländisches Flair und südländische Kultur zu sich nach Franken. Auch heute noch bekommt man einen Eindruck von dieser einzigartigen Atmosphäre. Zu verdanken ist dies dem Bürgerverein St. Johannis, der Mitte der achtziger Jahre den ersten – nach Originalunterlagen rekonstruierten –
Hesperidengarten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Zwei weitere, direkt anschließende Gärten kamen in den Folgejahren hinzu, so dass die Bürger Nürnbergs heute wieder das einzigartige Flair dieser barocken Kleinode genießen können und hier – mitten in der umtriebigen Großstadt – eine Oase der Ruhe finden.
Wer sich in diesem Ambiente auch kulinarisch verwöhnen lassen möchte, dem sei – direkt am Eingang zu der Gartenanlage – die „Kaffeestube am Hesperidengarten“ empfohlen, die hier mit stimmungsvoll-nostalgischen Gasträumen und einem großzügigen Außenbereich aufwartet.
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