Erinnerungskultur im Wandel

Von der klassischen Totenmaske bis zum Erinnerungs-Diamanten


In der heutigen, immer mobiler werdenden Gesellschaft verliert die Grabstelle mancherorts den Charakter als Ort des Gedenkens und der Erinnerung. So wächst gleichzeitig das Bedürfnis nach Erinnerungsgegenständen, die auch bei einem Ortswechsel als bleibende Reminiszenz mitgenommen werden können – kleine Behälter mit einer Haarlocke beispielsweise, ein kleiner Aschenteil, aber auch in Silber oder Gold gegossene Fingerabdrücke und Totenmasken.

Fingerabdrücke über den Tod hinaus
Eine ganz neue und zeitgemäße Erinnerungskultur stellen Fingerabdrücke in einem Schmuckstück dar. Sie erinnern würdevoll an die Verstorbenen und können für Angehörige eine wertvolle Unterstützung im Trauerprozess und eine ganz persönliche, respektvolle Umgangsweise mit dem Tod darstellen. Die Schmuckstücke werden in Handarbeit gefertigt und in unterschiedlichen Materialien (Gold, Silber...) sowie in verschiedenen Formen (Herz, Kreuz, Engel...) angeboten.

Erinnerungs-Diamanten
Eine andere Art der Erinnerungskultur stellt die sogenannte „Diamantbestattung“ dar, die allerdings keine Bestattung im eigentlichen Sinn ist. Ein Teil der Kremationsasche wird hierbei gereinigt und unter hohem Druck zu einem Kunstdiamanten gepresst, der dann in ein Schmuckstück gefasst werden kann. Da nur ein Teil der Asche benötigt wird, besteht für die restliche Asche nach wie vor eine Bestattungspflicht.

Wiederentdeckung der Totenmaske
Mit Totenmasken wird bereits seit dem 18. Jahrhundert der Verstorbenen gedacht. Zwar wurden auch vorher schon solche Masken abgenommen, doch Lessings Totenmaske stellt im Jahr 1781 der Beginn dieser neuen Tradition dar. Einen Höhepunkt erlebte die Tradition der Totenmaske, auf die man sich heute wieder verstärkt besinnt, im 19. Jahrhundert.
Nähere Informationen zu einer traditionellen aber auch modernen Erinnerungskultur erhalten Sie bei Ihrem Bestattungsinstitut.
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