FELSENKELLER EGLOFFSTEIN

Vom Zufluchtsort zum Lebensmittellager


Auf einer Ausdehnung von zirka 12.000 Quadratmetern gleicht der Berg unterhalb des Burgfelsens in Egloffstein einem hohlen Berg. Die oberen Lagen werden von weißgelben bis hellgrauen Kalk- und Dolomitgesteinen bestimmt, die darunterliegende, zirka 15 Meter starke Schicht besteht aus Schichten, die dem gelb- bis rotbraunen Sandstein zuzurechnen sind. Die Sandsteinvorkommen eigneten sich für die Entnahme von Sand für das Baugewerbe.
Im frühen Mittelalter diente die Burganlage bei Gefahren als Zufluchtsstätte für die Anwohner, später suchte man die Keller dafür auf. Man nimmt an, dass die Keller schon im Mittelalter vorhanden waren.
Die Egloffsteiner Wirte und Brauer, die noch bis Ende des 19. Jahrhunderts ihre eigene Kommunbrauerei unterhielten, lagerten in den Kellern ihre Biere, die Metzger lagerten ihr Fleisch und die Bauern Kartoffeln und Rüben.
Von den drei Eingängen führen insgesamt 14 gewaltige Kellergänge rund 700 Meter weit in das Innere des Berges hinein. Von einer Scheune, die zwischen der Bäckerei „Mühlbeck“ und dem ehemaligen Witwensitz liegt (Haus-Nr. 22), führt ein Zugang zu den Kellern.
Die beiden anderen Eingänge befinden sich unterhalb der Felsenkellerstraße neben dem Parkplatz der Raiffeisenbank. Die Keller sind offen und können auch auf eigene Faust besichtigt werden.

www.egloffstein.de

Tipp:
Herrlich gekühltes Bier gibt es nach der Kellerbesichtigung in einem der zahlreichen und beliebten Landgasthöfe, die selbstverständlich auch mit deftig-fränkischer Kost zur Stärkung aufwarten, zum Beispiel Brauerei Gasthof Pfister in Eggolsheim.

Hinweis:
Beide Bilder wurden freundlicherweise von Familie Greiner-Jacob vom Gögerhaus zur Verfügung gestellt. Sie zeigen die beiden unteren Eingänge und die Innenaufnahme eines Kellerganges.
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