Glaskörperchirurgie

Trübungen des Glaskörpers im Auge können unterschiedliche Ursachen haben


Eine Glaskörperoperation (Vitrektomie) kann notwendig sein, wenn starke Trübungen im Glaskörper – eine Art Gelee, das das Innere des Auges ausfüllt – vorhanden sind oder auch wenn eine Blutung im Auge stattgefunden hat. Zu diesen Beeinträchtigungen kann es zum Beispiel bei Diabetikern kommen, bei chronischen Entzündungen im Auge, aber auch bei anderen Erkrankungen, wie der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Auch bei Netzhautablösung, bei Membranbildungen auf der Netzhautoberfläche (Macular pucker, epiretinale Gliose), bei Lochbildung der Netzhautmitte (Makulaforamen) und anderen selteneren Erkrankungen kann eine Glaskörperoperation notwendig sein.

Vor- und Nachteile gut abwägen
Generell ist zu beachten, dass bei Patienten über 50 Jahren nach einer Vitrektomie eine etwas schnellere Kataraktentwicklung (Grauer Star) erwartet werden muss. Daher sollten Vor- und Nachteile eines solchen Eingriffs gemeinsam mit dem behandelnden Arzt gut abgewogen werden.
Die Vitrektomie an sich ist ein sehr schonender Eingriff und für den Patient in der Regel schmerzlos. Sie wird meist ambulant in örtlicher Betäubung oder aber auch in Vollnarkose durchgeführt – über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Narkoseverfahren kann man sich im Rahmen eines Vorgespächs ausführlich informieren, so dass man sich zusammen mit dem behandelnden Arzt für die im individuellen Fall beste Lösung entscheiden kann. In jedem Fall stehen dabei Sicherheit und Augengesundheit an erster Stelle.

Nur drei kleine Öffnungen
Die Operation im Augeninneren erfolgt über drei kleine, weniger als 1 mm große Öffnungen. In einem ersten Schritt wird der Glaskörper entfernt. Anschließend werden etwaige Auflagerungen auf der Netzhaut (Membranen, Macular pucker) entfernt. Die Netzhaut wird dann sorgfältig auf andere Veränderungen, insbesondere auf Netzhautlöcher untersucht, die gegebenenfalls mit Laser behandelt werden müssen. Am Ende der Operation kann es je nach Situation notwendig sein, den Glaskörperraum vorübergehend mit Gas oder aber auch mit Silikon zu füllen, um die Netzhaut in ihrer Heilung zu unterstützen. Gas wird nach der Operation schrittweise durch augeneigene Flüssigkeit ersetzt, Silikon muss zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer OP wieder entfernt werden.
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