Handwerk mit Goldenem Boden

Schwabach – weltweit das Zentrum der Goldschläger


Bereits seit Mitte des 16. Jahrhunderts wird in Schwabach Blattgold zu einer Stärke von einem zehn- bis vierzehntausendstel Millimeter geschlagen. Aufgrund der sehr restriktiven Handwerksordnung in Nürnberg waren die ersten Goldschläger damals nach Schwabach gekommen. Hier fanden sie ideale Voraussetzungen für ihr Handwerk. Für die Blattgoldherstellung wird nämlich ein relativ trockenes Klima benötigt, das in Schwabach durch seine Kessellage und seinen sandigen Untergrund gegeben ist.
Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte das Goldschlägerhandwerk in Schwabach seine Blüte. In etwa 130 Betrieben waren seinerzeit bis zu 1200 Personen beschäftigt. Heute üben nur noch vier Betriebe das fast ausgestorbene Handwerk der Goldschläger aus. Doch trotz dieser im Vergleich zu früheren Zeiten bescheidenen Zahl darf sich die Stadt weltweit als Zentrum der Blattgoldherstellung bezeichnen.
Das in Schwabach hergestellte Blattgold wird rund um den Erdball exportiert. Türme orthodoxer Kirchen in der Ukraine, Palastkuppeln in den Emiraten und viele andere sehenswerte Gebäude wurden und werden mit Schwabacher Blattgold verschönert. Und auch in Schwabach selbst kann man Blattgold „made in Schwabach“ bewundern. Zuletzt wurden im Jahr 2001 die Dächer von zwei Türmen des Rathauses am Marktplatz vergoldet.

Gasthof Goldener Stern
Das fränkische Traditions- und Schlemmer-Restaurant mit seinem stilvoll-rustikalen Ambiente liegt direkt am mittelalterlichen Marktplatz mit seinem herrlichem Fachwerk und dem bereits erwähnten Rathaus. Küchenmeister Dieter Trutschel bietet hier seinen Gästen seit fast einem Vierteljahrhundert eine reelle, passionierte und hervorragende Küche, die den verwöhntesten Gaumen begeistert. Denn: Hier ist tatsächlich alles Gold, was glänzt.
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