Im Sterben nicht allein sein

Die moderne Hospizbewegung feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen


Die moderne Hospizbewegung wurde 1967, also vor genau fünfzig Jahren, von Dr. Cicely Saunders in London begründet. In den 80-er Jahren wurden auch hier bei uns die ersten hospizlichen und palliativen Einrichtungen gegründet, um eine ange- messene Betreuung schwerstkranker Menschen zu gewährleisten. Eine Betreuung, die den körperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnissen am Lebensende umfassend Rechnung trägt und dabei auch die Angehörigen und Nahestehenden einbezieht.

Generell kann man zwischen einem stationären Hospiz und ambulantem Hospizdienst unterscheiden. In einem stationären Hospiz werden schwerstkranke und sterbende Menschen mit einer unheilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung betreut, bei denen eine stationäre Behandlung im Krankenhaus nicht erforderlich und eine ambulante Betreuung nicht möglich ist. Bei ambulanten Hospizdiensten begleiten die Hospizhelferinnen und Hospizhelfer unheilbar erkrankte und sterbende Menschen sowie deren Angehörige in den letzten Monaten oder Wochen des Lebens und unterstützen die Angehörigen nach einem Todesfall in der Trauerphase. Diese Begleitungen finden überwiegend zu Hause, manchmal aber auch in stationären Pflegeeinrichtungen oder im Krankenhaus statt.

Der Mensch im Mittelpunkt
Ziel der Hospizarbeit ist die Unterstützung eines lebenswerten und menschenwürdigen Daseins bis zuletzt. Die Hospizarbeit gliedert sich dabei generell in vier Schwerpunkte: Palliativmedizin und Palliativpflege behandeln die Beschwerden, die in dieser letzten Lebensphase auftreten. Im Mittelpunkt steht dabei nicht mehr eine heilungsorientierte Behandlung, sondern die Schmerzbehandlung und die Beherrschung weiterer Begleitsymptome. Der dritte Punkt ist die psychosoziale Begleitung. Diese umfasst die soziale und emotionale Unterstützung der Sterbenden und ihrer Angehörigen. Die spirituelle Begleitung schließlich geht auf die seelsorgerlichen Bedürfnisse der Betroffenen ein.

Hospizverein Fürth e.V.
Der 1990 gegründete Hospizverein Fürth e.V. arbeitet in erster Linie im ambulanten Bereich. Seit gut zehn Jahren stehen zusätzlich aber auch vier Hospizapartments im Altenpflegeheim der Arbeiterwohlfahrt in Zirndorf für solche Menschen zur Verfügung, deren Versorgung im häuslichen Umfeld nicht mehr möglich ist. Dort können schwerst Betroffene von Palliativ-Care-Fachkräften und ehrenamtlichen BetreuerInnen hospizlich und palliativ versorgt werden. Weitere Bereiche, in denen sich das Team des Hospizverein Fürth engagiert, sind die Schmerz- und Ernährungstherapie, der weite Bereich der Palliativmedizin sowie die Trauerbegleitung.
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