Jüdisches Museum Franken

In Fürth, Schnaittach und Schwabach


Was bedeutet koscher, wie riecht Schabbat und warum geht man ins Ritualbad? Um Riten und Festtage wie diese geht es im Jüdischen Museum Franken. Es geht um die Vielfalt jüdischen Lebens von früher bis heute genauso wie um die über 800-jährige jüdische Geschichte Frankens. Denn Franken war einst eine bedeutende Wiege jüdischen Lebens in Süddeutschland mit insgesamt über 400 jüdischen Gemeinden. Die drei Häuser des Jüdischen Museums Franken in Fürth, Schnaittach und Schwabach geben durch ihre Sammlung an Judaika und Alltagsgegenständen faszinierende Einblicke in diese Vergangenheit.
Alle drei Museen sind selbst beeindruckende Objekte, da sie in Baudenkmälern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert untergebracht sind: Die historische Laubhütte und das Ritualbad im Fürther Museum, einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus, sind eindrucksvolle Zeugnisse jüdischen Alltags. Hier kann man sich vorstellen, wie die Bewohner einst das Laubhüttenfest feierten und sich etwa vor dem Schabbat oder der Hochzeit in der Mikwe rituell reinigten.
Das Museum in Schnaittach wurde in einer 1570 erbauten Synagoge mit angegliedertem Rabbinerhaus und Ritualbad eingerichtet. Es präsentiert den bedeutendsten Bestand an Sachzeugnissen jüdischer Landkultur in Süddeutschland.
Die im Juni 2015 eröffnete Dependance in Schwabach ist ein wahres Kleinod europäisch-jüdischen Kulturerbes. In dem ehemaligen jüdischen Wohnhaus befindet sich eine Laubhütte mit Wandma- lereien aus spätbarocker Zeit, deren Symbolgehalt in ganz Europa einzigartig ist. Eine kostenlose App ermöglicht es, neben dem Museum auch die Synagogengasse zu erkunden. Das dort bis heute erhaltene Gebäudeensemble aus Synagoge, Rabbinerhaus, Lehrhaus und vielen weiteren Gebäuden bildete einst das jüdische Zentrum Schwabachs.
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