KURZE KULTURGESCHICHTE DER FRÄNKISCHEN BRATWURST

Jeder kennt sie und (fast) alle lieben sie: Die fränkische Bratwurst verführt und weckt alle Sinne. Mit gewissem Recht wird die Bratwurst seit jeher als der fränkische Wurstklassiker schlechthin geführt – in keiner Region ist die Geschichte der herzhaften Wurst präsenter, und nirgendwo ist ihre Vielfalt größer als hier. Bratwürste sind das Aushängeschild nahezu aller fränkischen Metzgereien sowie die Leibspeise der Franken schlechthin.

Unterschiede gibt’s schon!
Die meisten fränkischen Bratwürste sind relativ dick und von mittlerer Länge (15 – 20 mm im Durchmesser, ca. 20 – 25 cm in der Länge). In Coburg beträgt das Bratwurstmaß traditionell sogar stolze 31 cm – wie die Hofer sind sie allerdings deutlich dünner als z.B. die Bamberger mittelgrobe Bratwurst. Gefüllt werden die schmackhaften Würste mit ausgewähltem Schweinebauch sowie magerem Schweinefleisch, in manchen Regionen wird auch Kalb- oder Rindfleisch dazugegeben.
Neben verschiedenen Fragen der Würzbeigabe spielt die Konsistenz der Wurstfülle eine ganz besondere kulturgeschichtliche Rolle. So wurde die grobe Bratwurst vor allem in den evangelischen Regionen Oberfrankens angeboten; die mittelgrobe bis feine dagegen stammte aus den katholischen Gebieten. Übrigens: Speziell die Coburger Bratwürste sollen in ihrer Urform bereits auf das 15./16. Jahrhundert zurückgehen. In ihren Ursprüngen ist die Bratwurst eher ein typisches Gericht der kälteren Jahreszeit, im Brauchtum hat sie Bezug zu den Feiertagen um die Wintersonnenwende.
Quelle: www.genussregion.oberfranken.de

Wer jetzt Appetit bekommen hat, dem kann geholfen werden: Zum Erlanger Weihnachtsmarkt bietet „Der Dorfmetzger“ Jürgen Reck natürlich auch seine preisgekrönten Bratwürste an. Lassen Sie sich’s also schmecken!
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.