Medizinische Fusspflege

Podologie – die nichtärztliche Heilkunde am Fuß


Obwohl die Füße unsere wichtigsten Transportmittel sind, werden sie bei der täglichen Hygiene nicht selten sträflich vernachlässigt – mit teilweise gravierenden Folgen: Die Füße beginnen zu jucken, zu brennen, sie schwellen an, es kommt zu Blasen und Druckstellen, Pilzbefall droht. Im schlimmsten Fall reißt die Haut ein, was zu Infektionen oder offene Wunden führen kann.
Besonders häufig von Fußproblemen betroffen sind Menschen mit Diabetes, wobei trockene und schuppige Haut bei ihnen noch die geringste Begleiterscheinung sind. Höchst problematisch wird es, wenn es aufgrund einer langwierigen schlechten Blutzuckereinstellung zu einer Nervenerkrankung kommt, durch die Verletzungen oder Wärme- und Kältereize nicht mehr wahrgenommen werden. Selbst kleinste Risse können sich dann unbemerkt infizieren. Auch Menschen mit Übergewicht, Rheuma oder Venenerkrankungen haben in höherem Maß Probleme mit ihren Füßen
Diesem Umstand zum Trotz suchen bei Fußproblemen nur wenige Menschen einen medizinisch geschulten Fachmann – den Podologen – auf. Im Gegensatz zum Fußpfleger, der hauptsächlich für Fußästhetik und -hygiene zuständig ist, verfügt der Podologe darüber hinaus über ein fundiertes medizinisches Fachwissen.

Bundesweit rund 3.000 Podologen
Bei der Podologie handelt es sich um die „nicht-ärztliche Heilkunde am Fuß". Zur Ausbildung des Podologen gehören auch Fachgebiete wie Anatomie, Mikrobiologie und Diabetes mellitus. Seit rund eineinhalb Jahrzehnten ist die Berufsbezeichnung „Podologe/Podologin“ gesetzlich geschützt und darf nur von Personen geführt werden, die die erforderliche zweijährige Fachausbildung zum staatlich examinierten Podologen absolviert haben.
Der Podologe arbeitet meist eng mit dem behandelnden Arzt oder einer Fußambulanz zusammen, so dass sich beide Seiten gegenseitig austauschen können um auf diese Weise ihre Kunden bzw. Patienten bestmöglich zu betreuen. Auf diese Weise können bereits kleinste Veränderungen rechtzeitig erkannt und eventuell drohende Fußprobleme im Frühstadium beseitigt oder zumindest stark gemildert werden.
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