Neue Energie-Regeln treten in Kraft

Novelle der Energieeinsparverordnung bringt zahlreiche Änderungen mit sich


Die von der Bundesregierung im Oktober vergangenen Jahres verabschiedete Novelle der Energieeinsparverordnung (kurz: EnEV) ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Dieser Novelle zufolge wird der zulässige Wert für den Jahresprimärenergiebedarf von Neubauten ab Januar 2016 in einem Schritt um 25 Prozent gesenkt. Ab 2021 gilt dann für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard, dessen Richtwerte bis Ende 2018 festgelegt und öffentlich bekanntgegeben werden.

Änderungen für Bestandsimmobilien
Für Altbauten treten durch die Novelle keine wesentlichen Verschärfungen in Kraft. Dennoch müssen auch die Besitzer von Bestandsimmobilien zwei Vorgaben beachten. Zum einen müssen Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 in Betrieb genommen wurden, ab 2015 ersetzt werden (auch in der Folgezeit gilt eine Austauschpflicht für entsprechende Heizungsanlagen nach 30 Jahren Betriebszeit). Ausgenommen von dieser Regelung sind u.a. Niedrigtemperatur- und Brennwertkessel. Auch bei der Dämmung von Geschossdecken, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen, gelten künftig höhere Anforderungen an den Mindestwärmeschutz.

Neun Effizienzklassen für Gebäude
Darüber hinaus wird der Energiebedarf von Gebäuden im Energieausweis (Energiepass) künftig nicht mehr nur über den bereits bekannten „Bandtacho“ von grün bis rot angezeigt, sondern zusätzlich in Form von Energieeffizienzklassen – vergleichbar der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten – dargestellt werden. Die Energieeffizienz von Gebäuden wird über die Energieeffizienzklassen A+ bis H eingestuft, wobei die Einstufung über den Primärenergiebedarf erfolgt. Dieser berücksichtigt den Wärmeschutz, die verwendete Anlagentechnik und die Umweltverträglichkeit der eingesetzten Energieträger.
Für die Klasse A+ gilt seit 1. Mai ein jährlicher Verbrauchswert von weniger als 30 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Für die schlechteste Effizienzklasse – die Klasse H – liegt der jährliche Verbrauch bei über 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter Gebäudenutzfläche. Diese Effizienzklasse muss künftig auch in Immobilienanzeigen veröffentlicht werden.
Die neue Zuordnung gilt jedoch nur für neu ausgestellte Ausweise. Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen behalten ihre Gültigkeit bis zum Ablauf ihrer Zehnjahres-Frist.

Wer heute ein neues Haus baut, sollte sich ganz genau über die Einspar-Möglichkeiten informieren, die neue Baustoffe und Techniken bieten. Das „Effizienzhaus 40“ von FischerHaus beispielsweise spart dank seiner hochenergiesparenden, trockenen Bauweise, kombiniert mit effizienten Heiztechniken wie z.B. einer mit Wärmepumpe betriebener Fußbodenheizung und einer kontrollieren Wohnraumlüftung für eine Einsparung von 60 Prozent der Wärmeenergie im Vergleich zu einem „normalen“ Neubau.
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