Pflegeleistungen im Überblick

Pflegegeld und Pflegesachleistungen


Wann besteht Anspruch auf Pflegesachleistungen?
Wenn eine Person durch eine längere Krankheitsphase von mindestens sechs Monaten oder dauerhaft keine ausreichende körperliche, geistige und/oder seelische Alltagskompetenz aufweist, sich um sich selbst zu kümmern, hat sie Anspruch auf Pflegesachleistungen. Zuvor muss ein Antrag auf die Aufnahme in eine Pflegestufe gestellt werden.
Wenn die Pflege nicht von den Angehörigen selbst oder nur teilweise von diesen übernommen werden kann, kann man sich für einen ambulanten Pflegedienst entscheiden, der die Grundpflege, hauswirtschaftliche Tätigkeiten und häusliche Betreuung übernimmt. Der Pflegedienst wird die Sachleistungen direkt mit der Pflegekasse abrechnen.

Unterschied zwischen Pflegesachleistung und Pflegegeld
Sobald einer pflegebedürftigen Person eine Pflegestufe bewilligt wird, hat sie Anspruch auf Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Dabei handelt es sich um finanzielle Unterstützungen von der Pflegekasse, die dafür sorgen sollen, dass der Betroffene zu Hause optimal versorgt werden kann. Pflegegeld wird entsprechend der Pflegestufe gezahlt und kommt meist den Angehörigen zugute, die sich um den Pflegebedürftigen kümmern.
Reichen die Kräfte des pflegenden Familienmitglieds nicht mehr aus, kann der Betroffene Pflegesachleistungen beantragen, mit denen ein ambulanter Pflegedienst bezahlt wird. Beides kann aber auch als Kombinationsleistung genutzt werden.

Pflegesachleistung und Pflegegeld kombinieren
Wer die Pflegesachleistungen nur zum Teil in Anspruch nimmt, kann diese mit dem Pflegegeld kombinieren – die so genannte „Kombinationsleistung“. Entscheidet sich ein Pflegebedürftiger für die Kombinationsleistung, ist er an diese sechs Monate lang gebunden. Das der Pflegestufe entsprechende Pflegegeld wird um den Prozentsatz gemindert, zu dem die Sachleistungen in Anspruch genommen werden.
Wenn – um ein Beispiel zu nennen – der Pflegebedürftige in der Pflegestufe I nur die Hälfte der Sachleistungen ausschöpft, stehen ihm noch 50 Prozent Pflegegeld, also 117,50 Euro zu. Seit dem 01. Januar 2015 können die Leistungen der Tages- und Nachtpflege neben den ambulanten Pflegeleistungen in vollen Umfang in Anspruch genommen werden.
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