Schwandorfs Unterwelt

Entdecken Sie Bayerns größtes Felsenkeller-Labyrinth


In der Stadt Schwandorf lohnt sich auch ein Blick tief unter die Erdoberfläche. Denn im Schwandorfer Holz- und Weinberg erwartet die Besucher eine besondere, bayernweit einzigartige bauhistorische Sehenswürdigkeit: Weit über 130 Felsenkeller wurden hier seit Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts von Menschenhand in den Sandstein geschlagen. Die nebeneinander oder in Etagen übereinander liegenden Keller erstrecken sich in nord-südlicher Richtung über knapp einen Kilometer und sind ein Zeugnis des ehemals blühenden Braugewerbes im Ort.
Ursprünglich waren die Keller als Gär- und Lagerkeller für Bier errichtet worden. Durch die Umstellung auf einen neuen, den sogenannten „unteren“ Gärprozess zu der Zeit, benötigte man nämlich Temperaturen unter zehn Grad, die bis zur Erfindung der technischen Kühlung durch Carl von Linde 1871, nur in tiefen Felsenkellern erzielt werden konnten. Später erlebten die Felsenkeller eine wechselvolle Geschichte als „Kühlschränke“ des täglichen Bedarfs, aber auch als lebensrettende Luftschutzbunker im 2. Weltkrieg, bis sie danach in Vergessenheit gerieten und fast verfielen.
Das geheimnisvolle „Labyrinth“, ein sanierter, unterirdisch zusammenhängender Bereich aus 60 Räumen, kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Darüber hinaus werden Erlebnisführungen mit Schauspieleinlagen der „Regensburger Stadtmaus“ zur Geschichte der „Kellerdiebe“ sowie – im Felsenkeller an der Fronberger Straße – regelmäßig kulturelle Veranstaltungen angeboten.
Die Termine für Führungen im Labyrinth und das Konzertprogramm im Felsenkeller an der Fronberger Straße können im Internet (www.felsenkeller-schwandorf.de) eingesehen und heruntergeladen oder als gedruckten Flyer kostenlos per Post angefordert werden. Gruppenführungen sind jederzeit nach Vereinbarung möglich.
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