So trauert man andernorts

Chinese taoist devotee lighting up candles for prayer at temple
 

Weltweit gibt es die unterschiedlichsten Arten des Abschiednehmens


Wenn wir Abschied nehmen müssen von einem geliebten Menschen, dann folgt dies meist einer strengen Form. Das beginnt bereits bei der Farbe der Trauer. Schwarz dominiert die Kleidung derer, die von dem Verstorbenen Abschied nehmen. Und auch die Stimmung, die uns in diesen Tagen beherrscht, ist düster, geprägt von einem Gefühl der Leere und des Verlassenseins. Dass es auch andere Traditionen gibt, das zeigt ein Blick auf die Trauerriten in anderen Ländern und Kulturen, in denen – auch wenn dies für uns merkwürdig erscheinen mag – neben Weinen und Klagen auch fröhliche Feste gefeiert werden.

China
„Leuchtende Tage. Nicht weinen, dass sie vorüber, sondern lächeln, dass sie gewesen.“ – mit diesen Worten beschreibt der chinesische Weise Konfuzius eine ganz andere Art der Trauer. Im Reich der Mitte begehen die Menschen Anfang April, 15 Tage nach Frühlingsbeginn, „Qingming“, den offiziellen Feiertag für die Toten. Qingming bedeutet soviel wie hell und klar – und genauso verstehen Familien in China ihre Ahnenverehrung, für die alljährlich drei arbeitsfreie Tage zur Verfügung stehen. An diesen beobachtet man regelrechte Völkerwanderungen, die zu den Friedhöfen ziehen, auf denen dann in kleinen Feuertonnen Räucherstäbchen und Totengeld, im Süden des Landes auch Autos, Anzüge, und Schuhe aus Papier angezündet werden. Die verbrannten Symbole, aber auch Gaben wie Schnaps, Zigaretten, Blumen und die Lieblingsspeisen der Toten sollen den Vorfahren zur Verfügung stehen und sie freundlich gegenüber ihren Nachfahren stimmen.

Mexiko
Auch in Mexiko feiert man drei Tage lang – vom 31. Oktober bis zum 2. November – den „Día de Muertos“, den Tag der Toten. Hierbei handelt es sich um ein lautes, fröhliches Volksfest zu Ehren der Toten, bei dem Jung und Alt geschminkt und verkleidet die mit Gerippen geschmückten Friedhöfe besuchen. Überall stehen dort Tische mit Speisen für die Seelen der Toten. Doch auch das Straßenbild ist geprägt vom Totengedenken. Symbole des Todes und der Vergänglichkeit, Skelette und Schädel in den unterschiedlichsten Ausführungen, stehen in den Schaufenstern. Konditoreien produzieren die „Calaveras de Dulce“, Totenschädel aus Zucker, Schokolade oder Marzipan, die die Namen der Toten auf der Stirn tragen.
Eines haben die Schädel und Figuren dabei gemeinsam: Sie lachen und sind fröhlich. In Mexiko lernen alle Menschen bereits von klein auf, dass der Tod zum Leben gehört. Er ist nicht das Ende des Seins und somit auch kein Grund für Traurigkeit.

Ghana
In Ghanas Hauptstadt Accra hat sich eine besondere Handwerkskultur etabliert. Dort werden ausgesprochen farbenfrohe Fantasiesärge angefertigt, deren Gestaltung unmittelbar Bezug auf das Leben der Verstorbenen nimmt. Mitglieder der Ga-Volksgruppe glauben nämlich, dass die Form des Sarges wesentlich dazu beiträgt, dem Verblichenen im Jenseits ein angenehmes Dasein zu bescheren. So spiegeln die Särge beispielsweise wider, welchen Beruf der Mensch zu Lebzeiten ausgeübt hat oder welchen besonderen Vor- lieben und Hobbys er frönte. Fischer werden dann schon mal in einem buntbemalten Sarg in Fischform bestattet, Busfahrer finden in einem bunten Holzbus ihre letzte Ruhe, Lehrer in einem Kugelschreiber und Bibliothekare in einem Buch.

Bestattungen Sülzen
Doch jetzt zurück in unseren Kulturkreis, wo Marcus und Gabriele Sülzen vom gleichnamigen
Bestattungsinstitut den Angehörigen kompetent und einfühlsam zur Seite stehen. Sie nehmen sich in
dieser für die Hinterbliebenen so schwierigen Tagen Zeit für jedes Gespräch und bieten eine einfühlsame und kompetente Beratung. Auch nach der Beisetzung finden die Angehörigen Unterstützung bei allen
Fragen, die mit ihrem Sterbefall verbunden sind. Dies schließt auch die Übernahme der notwendigen Formalitäten mit Behörden und Versicherungen mit ein. Gerne informiert man Sie bei „Bestattungen
Sülzen“ auch umfassend und persönlich zum Thema Bestattungsvorsorge.
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