Spital und Schatzkammer

Nur wenige Meter vom Nürnberger Hauptmarkt, auf dem der Christkindlesmarkt, das weltbekannte „Städtlein aus Holz und Tuch“ aufgebaut ist, befindet sich das Heilig-Geist-Spital. 1339 war es von dem Nürnberger Kaufmann und reichsten Bürger der Stadt Konrad Groß gestiftet worden. Es war seinerzeit die größte soziale Einrichtung im mittelalterlichen Deutschland. Eine ganz besondere Bedeutung kam der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Spitalkirche zu: In ihr wurden vom März 1424 an fast 400 Jahre lang die Reichskleinodien verwahrt. Erst mit dem Vordringen der napoleonischen Truppen im Juli 1796 sah man sich gezwungen, den einzigen fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Kronschatz vor den nahenden Franzosen in Sicherheit zu bringen. Heute kann dieser in der Wiener Hofburg bewundert werden.
Das Heilig-Geist-Spital beherbergt die gleichnamige Traditionsgaststätte mit ihrem Restaurant und den Weinstuben direkt über der Pegnitz. Die gehobene fränkische Küche des Heilig-Geist-Spitals wird von Einheimischen und Besuchern gleichermaßen hoch geschätzt.
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