Stichwort: Darmkrebs

Rechtzeitig erkannt, ist diese Krebserkrankung zu 100 Prozent heilbar


Bei kaum einer anderen Krebserkrankung lässt sich durch Früherkennung soviel erreichen wie bei Darmkrebs. Rechtzeitig festgestellt, ist Darmkrebs (hierbei handelt es sich um bösartige Tumore im Dickdarm oder Mastdarm) zu 100 Prozent heilbar.
Da Darmkrebs in der überwiegenden Zahl der Fälle aus vorerst gutartigen Darmpolypen entsteht, ist es Aufgabe der Vorsorge, diese Darmpolypen rechtzeitig zu entdecken und zu entfernen, bevor sie sich zu einem Darmkrebs entwickeln können. Da Darmpolypen praktisch keine Beschwerden verursachen, können sie nur mit Hilfe der Darmkrebsvorsorge aufgespürt werden. Darum sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen gerade auch in diesem Fall so ungeheuer wichtig. Denn wenn die ersten Symptome bereits auftreten, ist oft schon viel Zeit vergangen, in der man die Krankheit hätte wirksam bekämpfen können.

Risikofaktoren für das Entstehen von Darmkrebs:
Alter: Darmkrebs ist der zweithäufigste bösartige Tumor bei Frauen und Männern. Vor allem Menschen ab dem 51. Lebensjahr sind betroffen, doch auch junge Menschen können an Darmkrebs erkranken.
Familie: Forscher gehen heute davon aus, dass etwa 30 Prozent der Darmkrebserkrankungen auf ein familiäres Risiko zurückgehen. In fünf bis acht Prozent der Fälle sind bekannte erbliche Faktoren mit entscheidend für die Entstehung der Krankheit. In 20 bis 25 Prozent der Fälle lassen sich (noch) keine Genveränderungen nachweisen, ist aber eine familiäre Häufung zu beobachten. In Familien mit familiärem Darmkrebsrisiko erkranken vermehrt auch junge Menschen an Darmkrebs.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: Eine langjährige, chronisch entzündliche Darmerkrankung erhöht das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs.
Diabetes mellitus Typ 2: Patienten mit Typ 2-Diabetes haben ein dreifach erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. In dieser Personengruppe verläuft die Darmkrebserkrankung auch häufiger tödlich.
Ungesunder Lebensstil und Ernährung: Die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten in vielen westlichen Industrieländern gelten als Risikofaktor für die Entstehung von Darmkrebs. Wer zu viel Fett und rotes Fleisch, zu wenig Ballaststoffe, Obst und Gemüse zu sich nimmt, der erhöht sein Darmkrebsrisiko. Darüber hinaus gelten Bewegungsmangel, Rauchen und Alkoholkonsum zu den Faktoren, die das Darmkrebsrisiko erhöhen.
Darmpolyp: Wer bereits einen Darmpolypen hatte, trägt – auch wenn der Polyp entfernt wurde – ein hohes Risiko, dass sich erneut Darmpolypen ausbilden können.
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